Zugriff auf eure Website in Webmaster-Tools sicher teilen


Wir haben eine neue Funktion eingeführt, mit der ihr als bestätigte Website-Inhaber anderen Nutzern eingeschränkten Zugriff auf die Daten und Einstellungen eurer Website in Webmaster-Tools gewähren könnt. In den letzten Jahren konntet bereits ihr anderen Nutzern uneingeschränkten bestätigten Zugriff gewähren. Viele Website-Inhaber haben seitdem den Wunsch geäußert, dass sie Nutzern eingeschränkten Zugriff zum Abrufen von Website-Daten in Webmaster-Tools gewähren möchten, ohne dass diese dabei alle Einstellungen ändern können. Genau das ist jetzt mit unserer neuen Funktion zur Nutzerverwaltung möglich.

Auf der Startseite im Dropdown-Menü "Verwalten" seht ihr jetzt die Menüoption "Nutzer hinzufügen oder entfernen" (vorher "Eigentümer hinzufügen oder entfernen").


Wenn ihr die Option "Nutzer hinzufügen oder entfernen" wählt, gelangt ihr zur Seite "Nutzerverwaltung". Dort könnt ihr bis zu hundert Nutzer hinzufügen oder entfernen und die Zugriffsrechte jedes Nutzers als "Uneingeschränkt" oder "Eingeschränkt" festlegen. Auf der Seite "Nutzerverwaltung" hinzugefügte Nutzer sind an eine bestimmte Website gebunden. Falls eure Bestätigung für diese Website aufgehoben wird, verlieren alle hinzugefügten Nutzer ihren Zugriff auf diese Website in Webmaster-Tools. Bestätigte Website-Inhaber könnt ihr weiterhin auf der Seite "Bestätigung von Inhabern" hinzufügen oder entfernen. Auf der Seite "Nutzerverwaltung" findet ihr einen Link dorthin.



Nutzer mit uneingeschränkten Berechtigungen können alle Daten ansehen und die meisten Aktionen ausführen, zum Beispiel Einstellungen einer Website ändern oder Sitelinks abwerten. Nutzer mit eingeschränkten Berechtigungen können die meisten Daten ansehen und einige Aktionen ausführen, zum Beispiel "Abruf wie durch Googlebot" verwenden und die Nachrichtenweiterleitung ihres Kontos konfigurieren. Nutzer mit eingeschränkten Berechtigungen sehen an verschiedenen Stellen von Webmaster-Tools den Hinweis "Eingeschränkter Zugriff".




In unserem Hilfeartikel zu Berechtigungen erhaltet ihr einen Überblick darüber, welche Funktionen und Aktionen Nutzern mit eingeschränkten und uneingeschränkten Berechtigungen sowie Website-Inhabern zur Verfügung stehen.

Wir hoffen, dass euch die Einführung von eingeschränkten und uneingeschränkten Berechtigungen die Nutzerverwaltung eurer Website in Webmaster-Tools erleichtert. Jetzt könnt ihr genau festlegen, welchen Nutzern ihr Zugriff gewähren möchtet, und somit unerwünschte oder unbefugte Änderungen vermeiden. In unserem Hilfeforum könnt ihr jederzeit Fragen stellen oder Feedback zur neuen Nutzerverwaltung geben.


Autor: Jonathan Simon, Webmaster Trends Analyst  (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Mittwoch, 21. März 2012 um 18:47

Können Cookies oder Tracking-Pixel das Ranking beeinflussen?


Die heutige Frage an Matt Cutts stellt Biz aus den USA: "Gibt es bei Google Richtlinien zu Tracking-Cookies und Tracking-Pixeln? Kann eine Website zu viele Cookies setzen?"



Sehr gute Frage! Das hat mich bisher noch niemand gefragt. Mir sind keine Richtlinien bekannt, die einschränken, wie viele Tracking-Cookies jemand setzen darf.

Wenn ihr so viele Tracking-Pixel einbaut, dass es den Nutzer bremst, oder ihr so viel Tracking einsetzt, dass ihr damit ins Wall Street Journal kommt und die Nutzer euch deshalb nicht mehr mögen, dann kann sich das zwar auf euer Geschäft auswirken, auf das Ranking wirkt sich das aber nicht aus.

Denn Cookies können für verschiedenste Zwecke eingesetzt werden: für Tracking, oder auch, um Vorlieben der Nutzer zu speichern und so weiter. Soweit ich weiß, unterscheidet Google nicht nach der Anzahl der Cookies oder danach, wie viele Tracking-Pixel ihr auf eurer Website einsetzt. Dies hat meines Wissens also keinen Einfluss auf das Ranking bei Google.


Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality

Mittwoch, 14. März 2012 um 15:46

Sollte ich Dateiendungen erfinden, um meine Rankings zu verbessern?


Diese Frage an Matt Cutts kommt aus London. IanVisits möchte wissen: "Die Keywords einer URL beeinflussen das Ranking einer Website. Welchen Einfluss hat das Suffix eines Dateinamens? Wenn ich .php durch .free ersetzen würde, würde das die Suchergebnisse beeinflussen?"



Soweit würde ich gar nicht gehen. Wir crawlen normalerweise fast alle Suffixe eines Dateinamens. Von Erweiterungen wie .zero oder .exe raten wir allerdings ab. Bei einer URL .php oder .html durch .free oder .cheap zu ersetzen, geht wahrscheinlich etwas zu weit. Das würde ich an eurer Stelle nicht tun.

Ich würde eher versuchen, das Keyword in die Kopie auf der Website bzw. ins H1- oder title-Tag einzuarbeiten. Wenn Nutzer sowas sehen, würde ihnen das wahrscheinlich ziemlich seltsam vorkommen, sodass sie nicht darauf klicken. Dann entstehen euch daraus sowieso keine Vorteile. Außerdem glaube ich nicht, dass es überhaupt funktionieren würde.

Verwendet für den Dateinamen also einfach das Suffix, das ihr für richtig haltet: .php, .cfm, .aspx, .html usw. Aber nicht sowas wie .cheaponlineviagra oder etwas Ähnliches. Das geht dann wohl doch etwas zu weit. Vielen Dank.


Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality

Donnerstag, 8. März 2012 um 16:47

Eine noch sicherere Suche - weltweit


Vor einigen Monaten haben wir die voreingestellte Suche auf google.com geändert - wir haben SSL Verschüsselung hinzugefügt (Blog Post auf Englisch), um Datenschutz und Sicherheit eurer Suchanfragen zu erhöhen, wenn ihr bei Google angemeldet seid. Durch diese Veränderung werden eure Suchanfragen und Suchergebnisseiten verschlüsselt, was besonders wichtig ist, wenn ihr eine offene, unverschlüsselte Internetverbindung benutzt.

Wir fangen jetzt an, diese zusätzliche Sicherheit auszuweiten - in den kommenden Wochen führen wir die SSL Suche über google.com hinaus auf unseren lokalen Domains weltweit ein. Wie zuvor hoffen wir, dass die Bemühung, SSL Verschlüsselungen vermehrt einzusetzen, auch andere Unternehmen dazu anregt, selbiges zu tun.


Post von Michael Safyan, Software Engineer (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Dienstag, 6. März 2012 um 11:40

Ist gemischter Content auf einer https Seite ein Problem?


Die heutige Frage kommt aus Zürich. Gary Tamas fragt: "Muss ich auf gemischten Content achten, wenn ich meine Seiten in HTTPS anbiete?"



Nein, zumindest nicht wegen Google. Google differenziert nicht zwischen einer gesicherten Version oder SSL-Version einer Seite und unsicherem Content. Das ist derzeit kein Ranking-Faktor.

Ihr solltet allerdings darauf achten, dass euer Content funktioniert – euren Nutzern zuliebe. Unterschiedliche Browser reagieren unterschiedlich. Internet Explorer zeigt vielleicht eine Warnung an, Chrome möglicherweise ein kleines rotes X. Manche Nutzer sind dann gleich besorgt, obwohl es sich um relativ sicheren Content handelt. Chrome lädt seit Neuestem standardmäßig keine unsicheren Skripts mehr. Man muss dem Laden des Skripts ausdrücklich zustimmen.

Im Hinblick auf die Suchmaschinen ist es also egal. Aber aus Sicht der Nutzer und für die allgemeine Sicherheit solltet ihr einheitlichen Content ganz in HTTPS anbieten und wenn möglich keinen gemischten Content unter HTTP und HTTPS erstellen.


Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality

Montag, 5. März 2012 um 13:41

Geografische Ausrichtung länderspezifischer Top-Level-Domains


In der heutigen Frage geht es um geografische Ausrichtung (geotargeting) von Sites, die eine länderspezifische Top-Level- Domain (TLD) wie zum Beispiel .de oder .at haben.



WEBSEOAnalytics möchte wissen: "Hi Matt. Derzeit ist eine geografische Ausrichtung in der Webmaster-Konsole nur für allgemeine TLDs verfügbar. Was rätst du Webmastern, die mit länderspezifischen Domains arbeiten und verschiedene Teile ihrer Websites für verschiedene Länder geografisch ausrichten möchten?"

Oje. Okay. Das ist echt schwierig. Stimmt's? Ihr fallt da wirklich etwas aus dem Rahmen. Denn wenn ihr eine .jp-Domain auf Finnland ausrichten wollt, handelt ihr damit gegen die Erwartungen und Konventionen im Web. Wenn möglich, könntet ihr eine allgemeine TLD nehmen und für andere Länder verwenden. Natürlich könnt ihr es auch mit einer Aufteilung in verschiedene Sub-Domains oder Unterverzeichnisse versuchen. Aber eigentlich bedeutet .jp für uns, dass die Domain relevant für Japan ist und nicht so sehr für Norwegen, Schweden oder Finnland.

Es gibt Domains bzw. TLDs,die auf verschiedene Länderausgerichtet sein können, auch wenn es keine allgemeinen Domains sind. Es gibt ungefähr 20 verschiedene TLDs, die allgemein genug sind, um sie auf verschiedene Länder auszurichten. Zum Beispiel .com, .net, .org, sogar .name und viele weitere. Für einige dieser TLDs, wie .mil, bekommt ihr möglicherweise keine Domain-Namen. Aber bei einigen lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Es gibt etwa 20 weitere Domains mit Ländercode, die immer noch so allgemein sind, dass ihr sie auf verschiedene Länder ausrichten könnt. Beispielsweise steht .me für Montenegro, glaube ich. Aber oft genug wird .me beispielsweise für Unternehmen mit Namen wie about.me verwendet. Es gibt ganz unterschiedliche Verwendungen. Beispielsweise sollte .tv eine länderspezifische Domain sein, wird tatsächlich aber von vielen Leuten rund um den Globus verwendet. Deshalb ist die Ausrichtung dieser Domains für uns in Ordnung.

Hier ist eine Liste mit etwa 40 völlig unterschiedlichen Domains, die eine geografische Ausrichtung ermöglichen. Wenn ihr eine länderspezifische Domain auf andere Länder ausrichten möchtet, könnt ihr eine Domain von dieser Liste auswählen, die erweiterbar und etwas allgemeiner ist. Somit könnt ihr Teile eurer Websites auf diese Länder ausrichten. Hier findet ihr noch paar weitere Tipps zu internationalen Websites.


Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality

Mittwoch, 29. Februar 2012 um 16:42

So bereitet ihr eure Website auf einen Besucheransturm vor


Auf diesen Moment freut sich jeder Websiteinhaber und fürchtet ihn zugleich: ein plötzlicher, starker Anstieg der Zugriffe auf eure Website kann oft zu einem Absturz der Website führen. Vielleicht veröffentlicht ihr Content, der rasend schnell bekannt wird, oder werdet auf Slashdot erwähnt oder vielleicht lässt sich Larry Page ein Tattoo stechen und eure Website über Nerd-Tattoos ist plötzlich in Mode.

Nach einem beachtenswerten Ereignis wie einer politischen Debatte, dem Tod einer berühmten Persönlichkeit oder einer Naturkatastrophe gehen viele Leute sofort online, um Neuigkeiten und Informationen zu diesem Ereignis zu erhalten. Dies kann zu einem rapiden Anstieg der Zugriffe auf Websites mit relevanten Informationen führen und sogar bewirken, dass Websites in dem Moment abstürzen, an dem sie am beliebtesten werden. Auch wenn es nicht immer möglich ist, solche Ereignisse vorherzusehen, könnt ihr eure Website auf verschiedene Arten vorbereiten, damit ihr auf einen plötzlichen Anstieg der Zugriffe vorbereitet seid, falls es einmal dazu kommen sollte:

Erstellt eine vereinfachte Version eurer Website.

Denkt darüber nach, eine vereinfachte Version eurer Website zu pflegen. Ihr könnt dann euren gesamten Traffic auf diese vereinfachte Version umleiten, wenn ihr einen Besucheranstieg verzeichnet. Eine gute Möglichkeit dafür besteht darin, eine mobile Version eurer Website zu haben und die mobile Website in Zeiten mit hohem Traffic für Desktop-/PC-Nutzer verfügbar zu machen. Eine weitere Option mit wenig Aufwand ist die, nur eine vereinfachte Version eurer Startseite zu unterhalten, da die Startseite oft die am häufigsten angeforderte Seite einer Website ist: Dort starten die Besucher und navigieren dann zu dem Bereich der Website weiter, der sie interessiert. Ebenso könntet ihr, falls ein bestimmter Artikel oder ein bestimmtes Bild auf eurer Website rasend schnell bekannt wird, eine vereinfachte Version nur dieser Seite erstellen.

Ein paar Tipps zum Erstellen vereinfachter Seiten:

  • Schließt, wenn möglich, dekorative Elemente wie Bilder oder Flash aus, verwendet in der Website-Navigation Text anstelle von Bildern und stellt die meisten Inhalte in HTML ein.
  • Verwendet eher statische HTML-Seiten als dynamische. Letztere lasten eure Server stärker aus. Außerdem könnt ihr die statische Ausgabe dynamischer Seiten im Cache speichern, um die Serverauslastung zu reduzieren.

Nutzt stabile Drittanbieter-Dienste.

Eine weitere Alternative besteht darin, eine Kopie eurer Website auf einem Dienst eines Drittanbieters zu hosten, von dem ihr wisst, dass er einer großen Anzahl von Zugriffen standhalten kann. Ihr könntet beispielsweise eine Kopie eurer Website – oder eine abgespeckte Version mit Schwerpunkt auf für den Anstieg relevanten Informationen – auf einer Plattform wie Google Sites oder Blogger erstellen, Dienste wie Google Docs verwenden, um Dokumente oder Formulare zu hosten, oder ein Servernetzwerk für Content-Übermittlung nutzen.

Verwendet Dateiformate mit geringer Größe.

Falls ihr herunterladbare Informationen anbietet, versucht, die Download-Dateien so klein wie möglich zu halten, indem ihr Dateiformate mit geringer Größe verwendet. Indem ihr beispielsweise die gleichen Daten statt als PDF als Nur-Text-Datei anbietet, können Nutzer den exakt gleichen Inhalt bei einem Bruchteil der Dateigröße herunterladen, wodurch die Auslastung eurer Server reduziert wird. Falls die Verwendung von Nur-Text-Dateien nicht möglich ist, denkt auch daran, dass PDFs, die anhand von Textinhalten erstellt wurden, eine geringere Größe aufweisen als PDFs, die Bilder enthalten. PDFs auf Textbasis können auch von Google leichter verstanden und indexiert werden

Stellt Tabellendaten in den Formaten CSV und XML zur Verfügung.

Falls ihr numerische Daten oder Tabellendaten (d. h. in Tabellen enthaltene Daten) anbietet, empfehlen wir euch, sie auch im CSV- und/oder XML-Format bereitzustellen. Diese Dateiformate haben eine relativ geringe Größe und erleichtern externen Entwicklern in Fällen, wo die Daten so viele Personen wie möglich erreichen sollen, wie etwa nach einer Naturkatastrophe, die Nutzung eurer Daten in externen Anwendungen oder Diensten.


Wir würden gerne eure Tipps und Tricks erfahren, um Besucheranstiegen standzuhalten – berichtet uns in unserem Webmaster-Hilfeforum davon.


Post von Susan Moskwa, Webmaster Trends Analyst (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)




Montag, 27. Februar 2012 um 16:24