Montag, 19. November 2012

Das Web in voller Größe auf dem Tablet


Seit es unsere Empfehlungen zur Erstellung von Smartphone-optimierten Websites gibt, haben uns viele Webmaster gefragt, wie sie mit Websites für Tablets verfahren sollen. Ein ähnliches Problem haben auch die Entwickler von Android-Apps. Hier bietet der Leitfaden zur Erstellung hochwertiger Tablet-Apps einen idealen Ausgangspunkt.



Obwohl wir keine spezifischen Empfehlungen für die Erstellung suchmaschinenfreundlicher und Tablet-optimierter Websites aussprechen, haben wir dennoch ein paar Tipps für die Gestaltung von Websites, die sowohl für Smartphone- als auch Tablet-Nutzer geeignet sind.



Wenn ihr eure Website für Tablet-Nutzer optimieren möchtet, ist es wichtig, sowohl das Gerät als auch die Erwartungen der Nutzer zu berücksichtigen. Verglichen mit Smartphones haben Tablets größere Touchscreens und verfügen in der Regel über eine WLAN-Verbindung. Tablets bieten eine Interneterfahrung, die mit jedem Computer oder Laptop vergleichbar ist, sind aber flexibler, leichter und insgesamt handlicher. Wenn ihr also auf eurer Website keine Tablet-optimierten Inhalte anbietet, erwarten Tablet-Nutzer die Desktop- und nicht die Smartphone-Version eurer Website. 





Für Smartphone-optimierte Websites empfehlen wir Responsive Webdesign. Mit diesem Design ist eine Website für alle Geräte geeignet. Wenn ihr Responsive Webdesign für eure Website verwendet, seht sie euch unbedingt auf verschiedenen Tablets an und prüft, ob alles richtig funktioniert. Genau wie die Smartphone-Version, solltet ihr auch eure Tablet-Version auf verschiedenen Bildschirmgrößen und mit unterschiedlichen Bildschirmauflösungen testen.



Alternativ dazu ist es auch üblich, verschiedene Websites für Desktops und Smartphones zu erstellen und die Nutzer dann auf die passende Version weiterzuleiten. Falls ihr euch hierfür entscheidet, stellt sicher, dass Tablet-Nutzer nicht aus Versehen auf die Smartphone-optimierte Webseite weitergeleitet werden.



Unterscheidung zwischen Android-Smartphones und Android-Tablets
Bei Android-Geräten ist die Unterscheidung zwischen Smartphones und Tablets einfach, nämlich mithilfe des User-Agent-Strings, der vom Browser bereitgestellt wird: Während die User-Agent-Strings von Android-Smartphones und -Tablets beide das Wort "Android" enthalten, findet sich nur im User-Agent-String von Smartphones das Wort "Mobile".

Das bedeutet, dass jedes Android-Gerät ohne ein "Mobile" im User-Agent ein Tablet oder ein anderes Gerät mit einem großen Bildschirm ist und sich daher besser für die Desktop-Website eignet.



Als Beispiel seht ihr hier den von Chrome übermittelten User-Agent-String auf einem Galaxy Nexus-Smartphone:



Mozilla/5.0 (Linux; Android 4.1.1; Galaxy Nexus Build/JRO03O) AppleWebKit/535.19 (KHTML, like Gecko) Chrome/18.0.1025.166 Mobile Safari/535.19



Oder hier der von Firefox auf dem Galaxy Nexus übermittelte String:



Mozilla/5.0 (Android; Mobile; rv:16.0) Gecko/16.0 Firefox/16.0



Und hier zum Vergleich der User-Agent-String von Chrome auf dem Nexus 7:



Mozilla/5.0 (Linux; Android 4.1.1; Nexus 7 Build/JRO03S) AppleWebKit/535.19 (KHTML, like Gecko) Chrome/18.0.1025.166 Safari/535.19



Oder von Firefox auf dem Nexus 7:



Mozilla/5.0 (Android; Tablet; rv:16.0) Gecko/16.0 Firefox/16.0



Da der User-Agent-String auf dem Galaxy Nexus ein “Mobile” enthält, sollte der Nutzer auf die Smartphone-optimierte Website geleitet werden. Auf dem Nexus 7 sollte hingegen die Vollversion der Website erscheinen. 



Wir hoffen, dass euch diese Informationen bei der Erstellung Tablet-optimierter Websites weiterhelfen. Wie immer könnt ihr gerne in unserem Forum für Webmaster posten, falls ihr noch weitere Fragen habt.



Post von Pierre Far, Webmaster Trends Analyst, und Scott Main, Lead Tech Writer bei developer.android.com. Veröffentlicht von Sven Naumann, Search Quality Team

Mittwoch, 7. November 2012

Schnelleres Web mit mod_pagespeed – Beta-Phase abgeschlossen


Sobald eure Seite im Web ist, zählt die Geschwindigkeit. Es sollte Entwickler und Webmaster nicht viel Arbeit kosten, die eigenen Seiten schneller zu machen, darum haben wir im Jahr 2010 mod_pagespeed eingeführt. Seitdem arbeitet das Entwicklungsteam an Verbesserungen der Funktionalität, Qualität und Leistung dieses Open-Source-Apache-Moduls, das Webseiten und ihre Ressourcen automatisch optimiert. Jetzt – nach fast zwei Jahren und achtzehn Versionen – können wir bekannt geben, dass wir das Beta-Label entfernen.

Wir arbeiten eng mit der Open-Source-Community zusammen, um mod_pagespeed weiterzuentwickeln und beispielsweise bessere und intelligentere Optimierungen und Unterstützung für weitere Webserver zu integrieren. Mehr als 120.000 Websites verwenden bereits mod_pagespeed, um die Leistung ihrer Webseiten mit den neuesten Optimierungstechniken und -trends zu verbessern. Das Produkt wird weltweit von einzelnen Websites eingesetzt, aber auch von Hostinganbietern wie DreamHost und Go Daddy sowie Content Delivery Networks wie EdgeCast angeboten. Wir hoffen, dass mit dem Ende der Beta-Phase jetzt noch mehr Websites von der besseren Webleistung mit mod_pagespeed profitieren können.

mod_pagespeed ist ein wichtiger Schlüssel zur Erreichung unseres Ziels: ein schnelleres Web für alle. Nutzer bevorzugen schnellere Websites und wir haben festgestellt, dass schnellere Seiten zu mehr Interaktionen mit den Nutzern, mehr Conversions und einer besseren Kundenbindung führen. Die Seitengeschwindigkeit ist sogar eines der Kriterien im Ranking der Suchergebnisse und der Anzeigenqualität. Abgesehen davon, dass eine höhere Geschwindigkeit ein großes Anliegen von uns ist, bieten wir Tools und Technologien, mit denen die Leistung gemessen, bewertet und verbessert werden kann. Dazu gehören Berichte zur Website-Geschwindigkeit in  Google Analytics PageSpeed Insights und PageSpeed-Optimierungsprodukte. Sowohl mod_pagespeed als auch PageSpeed-Dienste basieren auf unserem Open-Source Projekt, den PageSpeed Optimization Libraries und sind ein wichtiger Bestandteil, Websites die Vorteile der neuesten Best Practices für Leistung nahezubringen.

Weitere Informationen zu mod_pagespeed und zur Integration in eure Website findet ihr in unserer aktuellen  Google Developers-Live-Sitzung oder auf der Produktseite von mod_pagespeed.


Post von Joshua Marantz und Ilya Grigorik, Google PageSpeed-Team (Veröffentlicht von Sven Naumann, Search Quality Team)

Freitag, 2. November 2012

Funktion "An Index senden" in den Webmaster-Tools


In diesem Video stellt Matt Cutts eine kleine aber feine Funktion der Google Webmaster-Tools vor. Diese Funtion ist zwar nicht brandneu, aber vielleicht kennen sie einige von euch noch nicht.




Hallo zusammen, ich bin Matt Cutts. Ich möchte euch eine tolle Funktion in Google Webmaster-Tools vorstellen, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Es gibt bereits eine super Funktion, von der ihr hoffentlich schon gehört habt. Sie heißt Abruf wie durch Google. Und hierfür wird sie eingesetzt:

Stellt euch vor, eure Website wurde gehackt. Ihr möchtet herausfinden, ob ihr alle Folgen des Hackings beseitigt habt. Hacker sind heutzutage ziemlich gerissen. Beispielsweise zeigen sie nur Googlebot den Inhalt, normale Leute sehen das Hacking gar nicht. Wenn ihr Abruf wie durch Googlebot aktiviert, ruft der echte Googlebot von Google eine Seite eurer Website ab und zeigt an, was ausgegeben wird. Wenn ihr also aus Versehen Cloaking verwendet habt oder eure Website gehackt wurde, hilft euch Googlebot bei der Fehlerdiagnose und -behebung. Die Funktion ist also der Hammer. Sie ist besonders bei gehackten Websites extrem praktisch.

Und Abruf wie durch Google hat eine tolle neue Funktion: Z.b. wenn ihr die Namen von Leuten ohne deren Erlaubnis auf einer Seite veröffentlicht, und sie werden ziemlich sauer und verlangen, dass ihr ihre Namen entfernt. Auch wenn ihr diesen Inhalt von der Seite entfernt, wird der Index erst aktualisiert, wenn Googlebot die Seite gecrawlt hat. Das ist mit der neuen Funktion von Abruf wie durch Google jetzt anders. Bis zu 500-mal pro Woche könnt ihr eine Seite abrufen, damit sie als neue Seite an den Index gesendet wird. Wenn ihr die Seite aktualisiert und den Namen einer Person entfernt oder etwas anderes geändert habt, könnt ihr das an den Index und an Google senden und das wiederum zum Index hinzufügen. Das ist eine tolle Funktion.

Es gibt auch ein kleines Extra. Zehnmal pro Monat könnt ihr nicht nur die Seite, sondern auch die mit ihr verlinkten Seiten aktualisieren. Es wird also nicht nur die Version einer Seite aktualisiert, sondern auch alle Seiten, auf die die Seite verlinkt. Das ist nur zehnmal pro Monat möglich, weil wir das System nicht überlasten oder überfordern wollen. Aber bei wirklich wichtigen Sachen, z. B. bei einem neuen Link zu eurem Kuchenverkauf oder Inhalten, die aus dem Web entfernt werden sollten, könnt ihr die Funktion Abruf wie durch Google aktivieren, damit alles aktualisiert wird. Dann könnt ihr diese Seite und auch alle verlinkten Seiten an den Index senden. Es ist wirklich praktisch, diese Seiten so schnell an Google und den Index senden zu können.

Also probiert es mal aus und schaut, ob es euch gefällt. Ihr findet alles in den Google Webmaster-Tools, unter dem Link google.de/webmasters. Diesen Service bieten wir kostenlos. Hoffentlich gefällt er euch.


Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality