Neues Dashboard für strukturierte Daten


Strukturierte Daten werden im Web-Ökosystem immer wichtiger. Google verwendet strukturierte Daten beispielsweise in Rich Snippets, die es Websites ermöglichen, bestimmte Inhaltstypen in den Suchergebnissen hervorzuheben. Dazu müssen die Websites ihre Inhalte mithilfe branchenüblicher Formate und Schemas auszeichnen.

Damit Webmaster einen besseren Überblick über die strukturierten Daten erhalten, die Google für ihre Website bekannt sind, führen wir heute eine neue Funktion in den Webmaster-Tools ein – das Dashboard für strukturierte Daten. Das Dashboard für strukturierte Daten verfügt über die drei Ansichten "Website", "Elementtyp" und "Seite".

Website-Ansicht

In dieser übergeordneten Ansicht aggregiert das Dashboard für strukturierte Daten, das sich unter "Optimierung" befindet, diese Daten nach Stammelementtyp und Vokabular-Schema. Ein Stammelementtyp ist ein Element, das kein Attribut eines anderen auf der gleichen Seite ist. Die folgende Website beispielsweise hat über 2 Millionen Schema.Org-Auszeichnungen für Book ("http://schema.org/Book"): 





Elementtyp-Ansicht

Diese Ansicht bietet nach Seite aufgeschlüsselte Details für jeden Elementtyp:



Google parst und speichert eine feste Anzahl von Seiten für jede Website und jeden Elementtyp. Sie werden in abnehmender Reihenfolge ihres Crawl-Datums gespeichert. Außerdem speichern wir alle ihre Auszeichnungen strukturierter Daten. Für bestimmte Elementtypen stellen wir wie im folgenden Beispiel zu sehen auch spezialisierte Vorschauspalten bereit. So ist die Spalte "Name" beispielsweise auf den schema.org-Elementtyp Product (auf Englisch) beschränkt. 




Die Standardsortierung ermöglicht eine leichte Überprüfung der zuletzt hinzugefügten strukturierten Daten. 


Seiten-Ansicht

Nicht zuletzt gibt es auch eine Detailseite, die alle Attribute jedes Elementtyps auf der jeweiligen Seite zeigt sowie einen Link zum Rich Snippets-Tester für die betreffende Seite. 




Webmaster können das Dashboard für strukturierte Daten verwenden, um zu überprüfen, ob Google neue Auszeichnungen erfasst, oder um Probleme mit vorhandenen Auszeichnungen zu entdecken, beispielsweise durch das Überprüfen möglicher Änderungen an Instanzzahlen bei Website-Umgestaltungen.



Post von Thomas Biggs und Andrei Pascovici, Webmaster-Tools-Team (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Dienstag, 28. August 2012 um 09:00

Neue Benachrichtigungen über eingehende Links



Zahlreiche Website-Inhaber nutzen unsere Webmaster-Konsole, um zu sehen, wie sich ihre Website auf Google schlägt. Vor ein paar Wochen haben wir begonnen, neue Nachrichten an Websites zu versenden, auf die ungewöhnliche Links verweisen. Ich möchte etwas näher auf diese neuen Meldungen eingehen.

Ursprüngliche Link-Nachrichten


Da sind zunächst einmal die ursprünglichen Link-Nachrichten, die wir schon seit Monaten versenden. Wenn wir bemerken, dass ungewöhnliche Links auf eine Website verweisen, dann können wir auf verschiedene Arten darauf reagieren. In zahlreichen schweren Fällen reduzieren wir unser Vertrauen in die gesamte Website. Dies kann beispielsweise passieren, wenn wir glauben, dass eine Website über einen längeren Zeitraum im großen Stil an Link-Spams beteiligt war. Erhält eine Website eine Benachrichtigung über diese ungewöhnlichen Links, dann empfehlen wir, so viele der Spam-Links oder minderwertigen Links zu entfernen wie nur möglich, und dann einen Antrag auf erneute Überprüfung der Website einzureichen.

Wir haben von Fällen gehört, in denen Verzeichnisse oder Blog-Netzwerke sich geweigert haben, solche Links zu entfernen. Wenn eine Website versucht, Gebühren für das Einstellen und Entfernen von Links zu erheben, könnt ihr uns das gerne mitteilen. Diese Benachrichtigung kann über den Antrag auf erneute Überprüfung, über unser Forum für Webmaster oder über einen separaten Spam-Bericht erfolgen. Wir sind bereits gegen einige solche Websites vorgegangen, da diese meist selbst für das Link-Spamming verantwortlich sind.

Neue Link-Nachrichten


In weniger schweren Fällen konzentrieren wir uns oft auf bestimmte Spam-Links oder künstliche Links, die als Teil eines Linktauschprogramms erstellt wurden. Wir entziehen dann nur diesen Links unser Vertrauen, statt das Ranking der gesamten Website herabzusetzen. Die neuen Nachrichten stellen klar, dass wir "gezielt gegen die ungewöhnlichen Links und nicht gegen die gesamte Website vorgehen". Die neuen Nachrichten verwenden auch nicht die bei anderen Nachrichten vorhandenen gelben Ausrufungszeichen. Dadurch wollen wir klarstellen, dass wir hier Probleme ansprechen, die nicht so ernst sind wie bei den früheren "Wir verlieren unser Vertrauen in die gesamte Website"-Nachrichten.

Wie ernst sind diese neuen Link-Nachrichten zu nehmen?


Die neuen Nachrichten sollten durchaus beachtet werden. Sie besagen, dass wir einigen auf die Website verweisenden Links nicht trauen. Wir greifen oft zu diesem Mittel, wenn wir bemerken, dass einige Spam-Links oder künstliche Links (Widgetbait, bezahlte Links, Blogspam, Gästebuch-Spam, exzessive Artikelverzeichnis-Einreichungen, exzessive Linkaustausche, sonstiger Linkspam usw.) auf eine im Grunde gute Website verweisen. Obwohl das Gesamt-Ranking der Website sich dann nicht direkt verschlechtert, erhält sie für einige Wortgruppen kein Ranking mehr. Diese Nachrichten sind nicht nur zur Kenntnisnahme gedacht; sie sollten nicht ignoriert werden und sind nicht nur für harmlose Websites.

Andererseits sollten die Inhaber der Websites auch nicht in Panik geraten. Manchmal senden wir diese Nachrichten an harmlose Websites, auf die jemand gehackten Ankertext verweisen lässt, um Rankings für Anfragen wie [buy viagra] zu erhalten.

Beispielszenario: Widget-Links


Nachdem sie eine der neuen Nachrichten erhalten hatten, haben mir einige Website-Inhaber E-Mails geschrieben. Ich denke, es ist sinnvoll, hier kurz deren Umstände zu beschreiben, um zu erläutern, was es bedeutet, wenn man eine dieser Nachrichten erhält.

Das erste Beispiel behandelt Widget-Links. Eine ansonsten unbescholtene Website hat mich wegen der Nachricht angeschrieben. Hier ist meine Antwort; die Daten zur Identifizierung sind dabei ausgelassen:

"In Anbetracht der sehr spezifischen, von uns ergriffenen Maßnahme finde ich, dass wir richtig gehandelt haben. Nehmen wir beispielsweise URL1 und URL2. Diese Seiten verwenden Ihre BEISPIEL1-Widgets, aber die Seiten enthalten auf die URL Ihrer Website verweisenden Ankertext mit zahlreichen Keywords. Eines der Widgets verfügt über den Link ANKERTEXT1, das andere über ANKERTEXT2.


Eine Suche nach [widgetbait matt cutts] ergibt jede Menge Fälle, in denen ich den Leuten rate, ihren Widgets keinen Ankertext mit zahlreichen Keywords hinzuzufügen; ein Beispiel hierfür findet sich unter http://www.stonetemple.com/articles/interview-matt-cutts-061608.shtml. Mit dieser Nachricht wird ausgedrückt, dass die Links in dem Widget nicht nur nicht funktionieren, sondern auch dazu führen, dass die Seite kein Ranking für die dort verwendeten Wortgruppen erhält."


Beispielszenario: Bezahlte Links


Im nächsten Beispiel geht es um bezahlte Links. Diese E-Mail habe ich jemandem geschrieben:

"Ich möchte dem Unternehmen X empfehlen, diese Nachricht nicht zu ignorieren. Nehmen Sie beispielsweise SPAMMY_BLOG_POST_URL. Das ist ein Link von einer sehr "spammigen" Website, der die vom Unternehmen X verwendeten Verlinkungstechniken fragwürdig erscheinen lässt (wir haben auch mehrere auf Widgets basierende Links gefunden). Diese Art Links helfen dem Unternehmen X nicht weiter. Das Unternehmen sollte überlegen, wie und warum es begonnen hat, solche Links anzusammeln."

Ich habe auch einen anderen SEO angeschrieben, der Links entwickelte. Dabei habe ich angemerkt, dass der SEO Links von einem Verzeichnis erhält, das scheinbar nur bezahlte Links anbietet, die PageRank weitergeben. Solchen Links trauen wir nicht.

Hier ist noch ein Beispiel für bezahlte Links. Zur Situation eines Unternehmens habe ich Folgendes angemerkt:

"Unternehmen Y erhält diese Nachricht, da wir hier eine bestehende Praxis des Ankaufs von bezahlten Links erkennen, die PageRank weitergeben. Insbesondere sehen wir hier zahlreiche 'gesponserte Posts' von minderer Qualität mit Ankertext mit vielen Keywords, bei denen die Links PageRank weitergeben. Das Ergebnis ist, dass wir vielen der Links zu dieser Website nicht trauen. Hier haben wir zwei Beispiele: URL1 und URL2. Bedenken Sie: Wir verfügen über weitere Beispiele für solche bezahlten Posts, aber diese beiden Beispiele geben einem eine gute Idee von den Problemen, die hier wirklich behoben werden sollten. Ich würde dem Unternehmen Y empfehlen, solche bezahlten Posts zu entfernen und dann einen Antrag auf erneute Überprüfung zu stellen. Ansonsten werden wir weiterhin vielen der Links auf diese Website nicht trauen."

Beispielszenario: Reputation Management


In manchen Fällen ignorieren wir Links auf eine Website, wenn die Website selbst nicht gegen unsere Richtlinien verstoßen hat. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Reputation Management. Uns haben zwei Organisationen angeschrieben; eine große News-Website und ein gemeinnütziger Publisher. Beide hatten die neue Link-Nachricht erhalten. In einem der Fälle schien es, als würde ein "Reputation Management"-Unternehmen "spammige" Links verwenden, um positive Artikel auf der News-Website nach vorne zu bringen; wir haben diese Links auf die News-Website ignoriert. Im anderen Fall versuchte jemand, die Suchergebnisse für den Namen einer Person zu manipulieren, indem er Links auf einem bekannten Werbenetzwerk für bezahlte Textlinks kaufte. Auch hier haben wir diese speziellen Links ignoriert; der gemeinnützige Publisher musste keine Maßnahmen ergreifen.

Was tue ich, wenn ich die neue Link-Nachricht erhalte?


Wir haben kürzlich die Möglichkeit eingeführt, auf eine Website verweisende Backlinks nach Datum sortiert herunterzuladen (auf Englisch). Wer die neue Link-Nachricht erhält, der sollte die jüngsten Links prüfen, um zu sehen, ob sich da etwas Ungewöhnliches findet. Stellt sich heraus, dass jemand im eigenen Unternehmen Widgetbait, bezahlte Links oder in großem Maßstab Linkspam eingesetzt hat, dann sollte man dieses Problem beheben und dann einen Antrag auf erneute Überprüfung stellen. Wir überlegen uns auch, wie wir konkretere Beispiele geben können, um diese Nachrichten entscheidungsrelevanter zu machen und aufzuzeigen, wo das Problem liegen mag, wenn man eine solche Nachricht erhält.

Nur, um hier etwas Kontext zu geben: Bisher haben weniger als 20.000 Domains diese neuen Nachrichten erhalten – das ist weniger als ein Zehntel der Anzahl der Nachrichten, die wir typischerweise pro Monat versenden. Und es sind nur so viele, weil wir diese Nachrichten nachträglich an Websites versendet haben, bei denen wir den Backlinks nicht vertraut haben. In Zukunft werden wir, wenn wir uns den aktuellen Stand unserer Aktionen ansehen, diese Nachrichten durchschnittlich nur an 10 Websites pro Tag versenden.

Zusammenfassung


Ich hoffe, dieser Post und einige der Beispiele oben werden helfen, die Nuancen der neuen Nachricht zu erläutern. Wer eine dieser Nachrichten erhält muss nicht in Panik geraten, man sollte sie aber auch nicht ignorieren. Die Nachricht besagt, dass das aktuelle Ereignis unsere Haltung zu der gesamten Website nicht beeinflusst, wohl aber unsere Meinung bezüglich einiger der Links zu der Website. Das kann dazu führen, dass eine Website für manche Wortgruppen kein Ranking erhält.

Diese Nachricht adressiert ein mittelschweresProblem. Wir versuchen, eine geeignete Methode zu finden, um die Leute darauf hinzuweisen, dass es da ein Problem geben könnte (das man angehen sollte), ohne den Inhabern der Website zu viel Stress zu machen. Wir wollten diesen zusätzlichen Schritt hin zu einer größeren Transparenz jetzt tun, um Website-Betreibern mitteilen zu können, dass dies vielleicht ein guter Zeitpunkt ist, sich ihre aktuellen Links einmal näher anzusehen.


Post von Matt Cutts, Distinguished Engineer (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Dienstag, 21. August 2012 um 14:32

Partner zum Verwalten der YouTube-Präsenz hinzufügen


Viele Unternehmen sind mehrfach im Web präsent. Die Website der Webmaster-Tools findet ihr unter www.google.de/webmasters, aber wir haben auch noch ein Twitter-Konto und einen YouTube-Kanal. Es ist wichtig, dass Besucher der unterschiedlichen Seiten darauf vertrauen können, dass diese Seiten auch tatsächlich zur Webmaster-Tools-Website gehören. Bisher war es für Webmaster schwierig, festzulegen, welche Nutzer im Namen ihrer Website welche Aktionen in welchen Diensten ausführen durften.

Wir freuen uns daher, heute eine neue Funktion in den Webmaster-Tools vorzustellen, mit der Webmaster "Partner" hinzufügen können. Partner sind vertrauenswürdige Nutzer, die im Namen eurer Website in anderen Google-Produkten Aktionen ausführen können. Im Gegensatz zu Website-Inhabern und Nutzern können Partner in den Webmaster-Tools keine Website-Daten abrufen und keine Website-Aktionen durchführen. Partner verfügen aber über bestimmte Rechte für andere Produkte.

Mit dieser neuen Funktion können Mitglieder des YouTube-Partnerprogramms, die einen YouTube-Kanal für ihre Website erstellt haben, diese beiden jetzt miteinander verknüpfen. Dadurch wird der YouTube-Kanal als "offizieller Kanal" der Website angezeigt.



Verwaltung in den Webmaster-Tools

So fügt ihr Partner hinzu oder ändert sie:
  1. Klickt auf der Startseite der Webmaster-Tools auf die gewünschte Website. 
  2. Klickt unter "Konfiguration" auf "Partner". 


  3. Klickt auf "Neuen Partner hinzufügen". 
  4. Gebt die E-Mail-Adresse des Partners, den ihr hinzufügen möchtet, in das Textfeld ein. 
  5. Wählt die gewünschte Art der Verknüpfung aus. 


  6. Klickt auf "Hinzufügen". 


Verwaltung in YouTube

Nutzer können auch beim Webmaster einer Website die Verknüpfung beantragen.

  1. Meldet euch in eurem YouTube-Partnerkonto an. 
  2. Klickt auf das Nutzermenü und wählt "Einstellungen" > "Verknüpfte Website". 
  3. Gebt die Seite an, mit der ihr euren Kanal verknüpfen möchtet. 


  4. Klickt auf "Hinzufügen". Wenn ihr der bestätigte Website-Inhaber seid, war das schon alles. Wenn eine andere Person in eurem Unternehmen die Website verwaltet, wird die Verknüpfung als "Ausstehend" angezeigt. Der Inhaber erhält eine Benachrichtigung, über die er die Anfrage genehmigen oder ablehnen kann. 


  5. Ruft nach der Genehmigung eurer Anfrage erneut diese Seite auf und klickt auf "Aktualisieren", um den Verknüpfungsvorgang abzuschließen. 


Durch die Verleihung eines Partnerstatus können Webmaster einfach und sicher zulassen, dass andere Personen die Website mit YouTube-Kanälen verknüpfen. Wir planen diese Integration auch für andere Google-Produkte.

Falls ihr weitere Fragen habt, lest den Hilfeartikel über Partner oder besucht unser Forum für Webmaster.



Post von Konstantin Roslyakov, Software Engineer. Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality

Mittwoch, 15. August 2012 um 19:45

Geheimnisse des Google-Index enthüllt!


Seit der Geburt des Googlebot stellen Webmaster aus der ganzen Welt immer wieder dieselbe Frage: Google, oh, Google, sind meine Seiten im Index enthalten? Mithilfe der neuen Funktion Indexierungsstatus in den Webmaster-Tools kann diese Frage nun beantwortet werden. Egal ob eine oder eine Million, der Indexierungsstatus zeigt euch an, wie viele Seiten eurer Website in den Google-Index aufgenommen wurden.

Den Indexierungsstatus findet ihr im Menü Status. Nachdem ihr darauf geklickt habt, wird eine Kurve angezeigt:


Beispiel für Indexierungsstatus in Webmaster-Tools
Indexierungsstatus am Beispiel dieses Blogs


Hier seht ihr, wie viele Seiten derzeit indexiert sind. Aus der Legende geht die aktuelle Anzahl hervor; die Kurve zeigt die Daten von bis zu einem Jahr an.

Solltet ihr eine stetig wachsende Anzahl indexierter Seiten sehen, dann ist alles super! Dies sollte als Bestätigung genügen, dass neue Inhalte auf eurer Seite von Google entdeckt, gecrawlt und indexiert werden.

Einige von euch stoßen jedoch möglicherweise auf Probleme, die eine etwas nähere Betrachtung erfordern. Aus diesem Grund haben wir den Tab "Erweitert" hinzugefügt. Ihr könnt darauf zugreifen, indem ihr auf die Schaltfläche im oberen Bereich der Seite klickt:


erweiterter Indexierungssatuts in den Webmaster-Tools
Erweiterter Indexierungsstatus, wieder mit unserem Blog als Beispiel

Im Bereich "Erweitert" wird nicht nur die Gesamtzahl der indexierten Seiten angezeigt, sondern auch die kumulierte Anzahl der gecrawlten Seiten, die Anzahl der Seiten, von denen wir wissen, die jedoch nicht gecrawlt werden, weil sie durch robots.txt blockiert werden, sowie die Anzahl der Seiten, die nicht in unseren Ergebnissen berücksichtigt wurden.

Beachtet, dass es sich bei den angegebenen Zahlen immer um Gesamtsummen handelt. Wenn also beispielsweise am 17. Juni 92 indexierte Seiten angegeben sind, dann bedeutet dies eine Gesamtsumme von 92 Seiten zu diesem Zeitpunkt und nicht, dass allein an diesem Tag 92 Seiten zum Index hinzugefügt wurden. Speziell bei schon lange bestehenden Seiten kann die Anzahl der gecrawlten Seiten verglichen mit der Anzahl der indexierten Seiten sehr hoch sein.

All diese Daten können für die Identifizierung und Beseitigung von Problemen verwendet werden, die in Zusammenhang mit der Indexierung auftreten. Wenn z. B. ein Teil eurer Inhalte nicht mehr bei Google erscheint und ihr auf der Kurve der indexierten Seiten einen plötzlichen Einbruch feststellt, deutet dies möglicherweise darauf hin, dass ihr durch die Verwendung von meta=”noindex” einen Website-Fehler ausgelöst habt und Google eure Inhalte nicht mehr in die Suchergebnisse aufnimmt.

Ein weiteres Beispiel: Wenn ihr die URL-Struktur eurer Website ändert und nicht unsere Empfehlungen zum Verschieben eurer Website befolgt, ist die Anzahl der Seiten in der Spalte "nicht ausgewählt" womöglich plötzlich angestiegen. Das Reparieren der Weiterleitung oder rel=”canonical”-Tags sollte zu einer besseren Indexierungs-Abdeckung führen.

Wir hoffen, dass der Indexierungsstatus den Auswahlprozess des Google-Index transparenter macht und euch hilft, Indexierungsprobleme mit euren Seiten zu identifizieren und zu beheben. Bei Fragen wendet euch bitte an unser Hilfeforum.



Post von Kristen Dwan, Victoria Shan und Javier Tordable, Webmaster Tools Team. Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality

Freitag, 10. August 2012 um 15:33

Neue Benachrichtigungen über Crawling-Fehler von Webmaster-Tools


Ab heute erhaltet ihr Benachrichtigungen über Crawling-Fehler, damit ihr stets über den Status eurer Website informiert seid.

Da eure Website regelmäßig vom Googlebot besucht wird, erfahren wir, wenn auf eurer Website Verbindungsprobleme auftreten oder Seiten plötzlich HTTP-Fehler wie etwa 404 – Datei nicht gefunden, 403 – Unzulässig oder 503 – Dienst nicht verfügbar, zurückgeben. Wenn auf eurer Website Zeitüberschreitungen oder Systemfehler während des Zugriffs durch den Googlebot auftreten, könnten andere Besucher eurer Website das gleiche Problem haben.

Sobald wir solche Fehler feststellen, senden wir gegebenenfalls entsprechende Benachrichtigungen in Form von Meldungen im Nachrichten-Center in Webmaster-Tools. So habt ihr die Möglichkeit, die potenziellen Probleme zu beheben, die ansonsten möglicherweise die Besucher eurer Website oder die Präsenz eurer Website in der Suche beeinträchtigen würden.

Wie in unserem Blogpost zur neuen Crawling-Fehler-Funktion in Webmaster-Tools erläutert, werden Crawling-Fehler in zwei Typen unterteilt: Website-Fehler und URL-Fehler.

Benachrichtigungen über schwerwiegende Probleme, die die gesamte Website betreffen

Website-Fehler verhindern den Zugriff auf eure Website und deuten eher auf Systemprobleme als auf Probleme mit einzelnen Seiten hin. Website-Fehler können beispielsweise durch folgende Situationen entstehen:
  • Euer DNS-Server ist ausgefallen oder falsch konfiguriert. 
  • Euer Webserver selbst wird durch die Firewall abgeschottet. 
  • Euer Webserver weist Verbindungsanfragen vom Googlebot zurück. 
  • Euer Webserver ist überlastet oder ausgefallen. 
  • Auf die robots.txt eurer Website kann nicht zugegriffen werden. 
Diese Fehler betreffen die komplette Website. Theoretisch dürften sie bei einer gut funktionierenden Website nie vorkommen und bei den allermeisten von uns gecrawlten Websites treten sie auch nicht auf. Wenn der Googlebot eine beträchtliche Anzahl dieser Website-Fehler findet, informieren wir euch unabhängig von der Größe eurer Website in Form einer Nachricht im Nachrichten-Center:




Beispiel einer Benachrichtigung über einen Website-Fehler

Die Benachrichtigung enthält neben der Anzahl der Fehler, die der Googlebot beim Crawlen eurer Website festgestellt hat, auch die Gesamtrate der Crawling-Fehler für eure Website, einen Link zum entsprechenden Abschnitt in Webmaster-Tools, wo ihr euch die Daten genauer ansehen könnt, sowie Vorschläge zur Behebung des Problems.

Sollte eure Website in einer dieser Kategorien eine Fehlerrate von 100 % aufweisen, ist eure Website wahrscheinlich ausgefallen oder auf irgendeine Weise falsch konfiguriert. Liegt die Fehlerrate in einer dieser Kategorien unter 100 %, könnte dies lediglich auf eine vorübergehende Situation hinweisen. Es könnte jedoch auch bedeuten, dass eure Website überlastet oder fehlerhaft konfiguriert ist. Es empfiehlt sich, diesen Problemen nachzugehen oder eine entsprechende Frage in unserem Forum zu stellen.

Unter Umständen benachrichtigen wir euch auch, wenn die Gesamtfehlerrate sehr gering ist. Nach unseren Erfahrungen sollten bei einer gut funktionierende Website keine Fehler in diesen Kategorien auftreten.

Benachrichtigungen über eine Zunahme von potenziell weniger kritischen URL-Fehlern

Während eine beträchtliche Anzahl von Website-Fehlern darauf hinweisen könnte, dass eure Website falsch konfiguriert, überlastet oder einfach nicht erreichbar ist, können URL-Fehler (Seiten, die einen Nicht-200-HTTP-Code oder im Fall von Soft 404-Fehlern einen HTTP-200-Code falsch zurückgeben) auf jeder korrekt konfigurierten Website auftreten. Da verschiedene Websites eine unterschiedliche Anzahl von Seiten oder externen Links aufweisen, kann eine bestimmte Fehleranzahl bei einer kleinen Website auf ein schwerwiegendes Problem hindeuten, bei einer großen Website jedoch völlig normal sein.

Aus diesem Grund senden wir bei URL-Fehlern nur Benachrichtigungen, wenn wir eine deutliche Zunahme von Fehlern in einer der fünf Fehlerkategorien (Serverfehler, Soft 404, Zugriff verweigert, Nicht gefunden oder Nicht gefolgt) feststellen. Wenn eure Website beispielsweise routinemäßig 100 Seiten mit 404-Fehlern aufweist, benachrichtigen wir euch bei leichten Abweichungen von dieser Zahl nicht. Unter Umständen benachrichtigen wir euch jedoch, wenn sich die Zahl deutlich erhöht, zum Beispiel auf 500 oder 1000. 404-Fehler sind nicht unbedingt negativ, sie können ein natürlicher Bestandteil einer intakten Website sein (siehe früherer Blogpost: Schaden 404-Fehler meiner Website?).

Ein deutlicher Anstieg der Fehleranzahl kann darauf hindeuten, dass sich etwas auf eurer Website geändert hat. So könnten sich durch eine Neukonfiguration die Berechtigungen für einen Abschnitt eurer Website geändert haben oder eine neue Version eines Skripts stürzt regelmäßig ab oder jemand hat aus Versehen ein ganzes Verzeichnis verschoben oder gelöscht oder eine Umstrukturierung eurer Website hat dazu geführt, dass externe Links nicht mehr funktionieren. Es könnte sich auch nur um eine vorübergehende Schwankung handeln oder die Änderung könnte externe Ursachen haben (jemand hat einen Link auf nicht vorhandene Seiten eingefügt), sodass gar kein echtes Problem vorliegt. Wenn wir jedoch eine ungewöhnlich hohe Fehlerzahl bei eurer Website feststellen, benachrichtigen wir euch, damit ihr entsprechende Nachforschungen anstellen könnt:




Beispiel einer Benachrichtigung über eine Zunahme von URL-Fehlern

Die Benachrichtigung enthält eine Beschreibung der Kategorie von Webfehlern, für die wir einen Anstieg festgestellt haben, einen Link zum entsprechenden Abschnitt der Webmaster-Tools, wo ihr sehen könnt, welche Seiten unserer Ansicht nach problematisch sind, sowie Vorschläge zur Fehlerbehebung.

Weiterleitung von Benachrichtigungen an euren Posteingang

Wir wissen, dass ihr viel zu tun und möglicherweise keine Zeit habt, regelmäßig in den Webmaster-Tools zu prüfen, ob neue Benachrichtigungen eingegangen sind. Daher ist es empfehlenswert, die Nachrichtenweiterleitung zu aktivieren. Wir senden alle Webmaster-Tools-Nachrichten an die E-Mail-Adresse eurer Wahl.

Wir würden uns über Feedback von euch freuen. Wenn ihr Kommentare oder Vorschläge zu unseren neuen Benachrichtigungen habt, postet sie bitte in unserem Forum.


Autor: Brian Malcolm, Webmaster-Tools-Team. Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality

Mittwoch, 8. August 2012 um 15:19

Glückwunsch! Du hast Botcoins entdeckt, eine neue Währung für Webmasters! Du kannst Botcoins für tägliche Suchanfragen verwenden, ohne irgendetwas einzutippen! (100 Botcoins = 1 Freisuche). Um deine Botcoins einzulösen, finde einfach einen Mitarbeiter des Google Search Teams in Person, überreiche das Botcoin-Zertifikat und fordere deine Suchanfrage ein. Der Google-Mitarbeiter wird die Suche dann für dich ausführen (keine gesicherte SSL-Verbindung verfügbar, während dieses Dialogs). -- Anmerkung: Der Google-Mitarbeiter könnte dich ignorieren oder lieber auch eine andere Suche ausführen, sofern er oder sie schlechte Laune hat. Und momentan werden keine Mining Möglichkeiten für Botcoins angeboten.