Smartphone-optimierte Websites erstellen


Tagtäglich werden mehr und mehr Smartphones aktiviert und gleichzeitig bieten immer mehr Websites Smartphone-optimierte Inhalte an. Seit unserem letzten Post zum Erstellen mobiltauglicher Websites haben wir uns intensiv bemüht, den Google-Support für Smartphone-optimierte Inhalte zu verbessern. In diesem Sinne haben wir im Dezember 2011 den Googlebot-Mobile für Smartphones zum gezielten Erkennen solcher Inhalte eingeführt.
Heute möchten wir euch Empfehlungen zum Erstellen Smartphone-optimierter Websites geben und erläutern, wie ihr eure Desktop- und Smartphone-optimierten Websites so einrichtet, dass sie in den Suchergebnissen von Google möglichst gut abschneiden können.

 Empfehlungen für Smartphone-optimierte Websites

Unsere detaillierten Empfehlungen findet ihr auf der neuen Hilfe-Website (auf Englisch). Hier ist eine kurze Zusammenfassung.

Für das Erstellen einer auf Smartphones zugeschnittenen Website unterstützt Google drei verschiedene Konfigurationen:

  1. Websites mit Responsive Webdesign – Dies sind Websites, bei denen für alle Geräte dieselben URLs verwendet werden. Für jede URL wird dabei dasselbe HTML für alle Geräte verwendet und die Seitendarstellung auf den verschiedenen Geräten wird allein über CSS geändert. Google empfiehlt diese Konfiguration. 

  2. Websites, bei denen dieselben URLs für alle Geräte verwendet werden – Für jede URL werden hier jedoch ein anderes HTML und andere CSS verwendet. Dies richtet sich danach, ob es sich beim User-Agent um ein Desktop- oder ein Mobilgerät handelt. 

  3. Websites mit separaten Webseiten für Mobilgeräte und Desktopgeräte 

Flexibles Design ("Responsive Webdesign")

Responsive Webdesign ist eine Technologie zum Erstellen von Webseiten, deren Darstellung über CSS3-Media Queries angepasst wird. Das bedeutet, dass geräteunabhängig ein HTML-Code pro Seite verwendet wird, die Darstellung jedoch über CSS-Media Queries angepasst wird. Über die Media Queries wird ermittelt, welche CSS-Regeln für den Browser, in dem die Seite aufgerufen wird, anzuwenden sind. Weitere Informationen über Responsive Webdesign erhaltet ihr im Blog-Post der Google Webmaster und in unseren Empfehlungen (auf Englisch).

Die Verwendung von Responsive Webdesign hat viele Vorteile, unter anderem diese:
  • Eure Inhalte für Desktop- und Mobilgeräte bleiben auf einer URL. Das macht es für eure Nutzer einfacher, die URL zu verwenden, zu teilen und auf sie zu verlinken. Google-Algorithmen können euren Inhalten so auch einfacher Indexierungseigenschaften zuweisen.

  • Eure Inhalte werden effizienter erkannt, da wir eine Seite nicht mit den verschiedenen Googlebot-User-Agents crawlen müssen, um wirklich alle Inhalte zu ermitteln und zu indexieren. 

Gerätespezifisches HTML

Wir wissen jedoch auch, dass die Verwendung von Responsive Webdesign in vielen Situationen nicht möglich oder geeignet ist. Deshalb unterstützen wir Websites, die gleiche Inhalte über unterschiedliches, gerätespezifisches HTML bereitstellen. Das gerätespezifische HTML kann auf ein und derselben URL verwendet werden, eine sogenannte dynamische Bereitstellung ("dynamic serving"), oder auf verschiedenen URLs wie www.beispiel.com und m.beispiel.com.

Falls ihr für eure Website die Konfiguration "dynamische Bereitstellung" gewählt habt, empfehlen wir euch unbedingt, den Vary-HTTP-Header zu verwenden. Damit wird unseren Caching-Servern und Algorithmen signalisiert, dass die Inhalte je nachdem, welcher User-Agent die Seite aufruft, unterschiedlich ausfallen können. Wir nutzen dies auch als Crawling-Signal für den Googlebot-Mobile. Weitere Informationen findet ihr hier (auf Englisch).

Für die getrennte Konfiguration mobiler Websites gibt es viele Möglichkeiten. Wir empfehlen Vermerke, über die unseren Algorithmen signalisiert wird, dass eure Seiten für Desktop- und Mobilgeräte den gleichen Zweck verfolgen. Diese neuen Vermerke erläutern, dass Inhalte für Desktop- und Mobilgeräte lediglich Alternativen sind und als eine zusammenhängende Einheit behandelt werden sollen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die beiden Alternativen auf unterschiedliche Gerätearten zugeschnitten sind.

Anhand dieser Vermerke erkennen wir eure Smartphone-optimierten Inhalte einfacher und unsere Algorithmen verstehen die Struktur eurer Inhalte besser. Eure Inhalte sind somit bestens gerüstet, um in den Google-Suchergebnissen gut abzuschneiden.

Fazit

Dieser Blog-Post ist nur eine kurze Zusammenfassung unserer Empfehlungen zum Thema Smartphone-optimierte Websites erstellen (auf Englisch). Lest alle Empfehlungen, um zu erfahren, welche unterstützte Implementierung für eure Website und Nutzer am besten geeignet ist. Wie immer könnt ihr gerne in unseren Forum für Webmaster posten, wenn ihr weitere Fragen habt.



Post von Pierre Far, Webmaster Trends Analyst (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Donnerstag, 28. Juni 2012 um 11:25

Navigation, Dashboard und Startseite der Webmaster-Tools


Nachdem wir Anfang dieses Quartals einen Frühjahrsputz der Webmaster-Tools angekündigt haben, ist es nun an der Zeit, dies in die Tat umzusetzen. Es gibt einige Änderungen: eine aktualisierte Navigation, ein neu strukturiertes Dashboard und eine kompakte Ansicht für die Website-Liste auf der Startseite.


Beispiel für das neue Dashboards in den Webmaster-Tools 


Wir haben die Funktionen in den Webmaster-Tools neu organisiert, um eine verbesserte Navigation zu ermöglichen, wie links auf dem oben angezeigten Bild dargestellt. Diese Neustrukturierung brachte folgende Hauptgruppen hervor: Konfiguration, Status, Zugriffe und Optimierung. Jede Gruppe steht für bestimmte Funktionalitäten:

  • Konfiguration: Hier werden die Einstellungen aufgelistet, die ihr konfiguriert und danach selten ändert.
  • Status: Hier seht ihr nach, ob alles ordnungsgemäß funktioniert.
  • Zugriffe: Hier seht ihr, wie ihr in der Google-Suche abschneidet und wer Links zu eurer Website erstellt. Außerdem könnt ihr weitere wichtige Daten zu eurer Website abrufen. 
  • Optimierung: Hier findet ihr Ideen zur Verbesserung eurer Website. Durch die Optimierung erhalten wir ein besseres Verständnis eurer Website und können sie effektiver in den Suchergebnissen und anderen Diensten darstellen. 

Nehmt euch wenn möglich einen Augenblick Zeit, um euch mit der neuen Navigation in den Webmaster-Tools vertraut zu machen. Einige Funktionen wurden umbenannt: Aus "HTML-Vorschläge" wurde zum Beispiel "HTML-Verbesserungen", die Funktion selbst bleibt jedoch unverändert.

Wir hoffen, dass euch die neue Navigation hilfreich erscheint und euch auch das neue Dashboard gefällt. Ganz oben im Dashboard werden die neuesten und wichtigsten Nachrichten für eure Website angezeigt. Gleich darunter findet ihr einen Abschnitt mit einer kurzen Zusammenfassung des aktuellen Status eurer Website. Es werden drei Widgets angezeigt: Crawling-Fehler, Suchanfragen und Sitemaps. Jedes Widget stellt jeweils eine andere Navigationsgruppe dar: Status, Zugriffe und Optimierung.

Wir wissen, dass eure Zeit begrenzt ist. Im Dashboard werden daher jetzt mehr Nachrichten und Diagramme angezeigt, sodass ihr sofort sehen könnt, wie es um eure Website steht. Werft einen kurzen Blick darauf, bevor Ihr euch den Details widmet.

Falls ihr mehrere Websites verwaltet, könnt ihr euch die Liste eurer Websites statt im Format großer Thumbnails zur Vorschau in einem kompakten Layout ansehen. Keine Sorge, ihr könnt jederzeit zur erweiterten Ansicht zurückkehren.


Kompaktes Layout der Startseite


Fragen oder Kommentare zu diesen Änderungen könnt ihr im Forum für Webmaster posten.



Beitrag von: Kamila Primke, Software Engineer, Webmaster-Tools (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)


Dienstag, 26. Juni 2012 um 15:19

Instant Pages - Mehr Seiten sofort laden


Wir von Google sind geschwindigkeitsbesessen. Und wir wissen schon seit langem, dass selbst minimal erhöhte Geschwindigkeiten einen unerwartet großen Einfluss  (auf Englisch) auf die Nutzerzufriedenheit haben können. Vor etwa einem Jahr haben wir Instant Pages vorgestellt, um dieses Ziel zu erreichen. Mit der Prerendering-Technologie von Google Chrome lädt Instant Pages eure Website blitzschnell, ohne dass ihr mehr Arbeit damit habt.

Dieses Video zeigt die Funktion von Instant Pages:



Wir haben uns die Leistungsdaten genau angesehen und das Feedback von Webmastern angenommen. Seit der Einführung von Instant Pages haben unsere Nutzer insgesamt mehr als tausend Jahre Zeit gespart. Bislang sind wir mit den Ergebnissen sehr zufrieden und werden die Funktion nach und nach verstärkt einsetzen.

In den meisten Fällen müssen Webmaster nichts tun, damit ihre Websites mit Prerendering fehlerfrei funktionieren. Wie bereits in unserer Ankündigung von Instant Pages erwähnt, wird der Traffic der Suchanfragen wie gewohnt in den Webmaster-Tools gemessen. Dabei zählen nur Suchergebnisse, die vom Nutzer besucht werden. Wenn ihr für eure Website Seitenabrufe gesondert festhaltet, ist das Page Visibility API (auf Englisch) vielleicht etwas für euch. Damit könnt ihr feststellen, wann Prerendering eingesetzt wird und diese Ergebnisse aus eurer Analyse ausschließen.

Falls ihr ein Softwarepaket für Anzeigen oder Analysen verwendet, solltet ihr beim Hersteller nachfragen, ob die Lösung Prerendering bereits feststellen kann. Falls ja, müsst ihr in vielen Fällen überhaupt keine Änderungen vornehmen. Wenn ihr die Prerendering-Funktion von Google Chrome mit eurer Website nutzen möchtet, findet ihr weitere Informationen dazu im Artikel Prerendering in Chrome (auf Englisch).

Mit Instant Pages sind Nutzer beim Besuch eurer Website zufriedener und interessierter, was natürlich für alle Beteiligten von Vorteil ist.



Von Ziga Mahkovec, Software Engineer, Instant Pages (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Donnerstag, 21. Juni 2012 um 10:55

Vermerke für mehrsprachige und multinationale Websites in Sitemaps


Im Dezember 2011 haben wir Vermerke für Websites angekündigt, die Nutzer in verschiedenen Sprachen und wahlweise in mehreren Ländern ansprechen. Diese Vermerke definieren ein Cluster von gleichartigen Seiten, die auf Nutzer auf der ganzen Welt abzielen und mit den rel-alternate-hreflang Link-Elementen im HTML jeder einzelnen Seite im Cluster implementiert wurden.

Aufgrund des Feedbacks von Webmastern und anderen Überlegungen unterstützt jetzt auch Sitemaps die rel-alternate-hreflang-Auszeichnungen. Die Verwendung von Sitemaps anstelle der HTML-Link-Elemente bietet viele Vorteile wie geringere Seitengröße und vereinfachte Einrichtung bei einigen Websites.

Hier ist ein einfaches Beispiel für die Funktionsweise: Wir möchten festlegen, dass für die URL http://www.example.com/en, die für englischsprachige Nutzer gedacht ist, die entsprechende URL der Seite für deutschsprachige Nutzer http://www.example.com/de sein soll. Bisher konnte ein solcher Vermerk nur mit einem Link-Element hinzugefügt werden, und zwar entweder als HTTP-Header oder als HTML-Element in beiden URLs:

<link rel="alternate" hreflang="en" href="http://www.example.com/en" >
<link rel="alternate" hreflang="de" href="http://www.example.com/de" >

Ab heute könnt ihr dafür alternativ auch das folgende Markup in Sitemaps verwenden:

<url>
  <loc>http://www.example.com/en</loc>
  <xhtml:link 
    rel="alternate"
    hreflang="de"
    href="http://www.example.com/de" />
  <xhtml:link
    rel="alternate"
    hreflang="en"
    href="http://www.example.com/en" />
</url>
<url>
  <loc>http://www.example.com/de</loc>
  <xhtml:link
    rel="alternate"
    hreflang="de"
    href="http://www.example.com/de" />
  <xhtml:link
    rel="alternate"
    hreflang="en"
    href="http://www.example.com/en" />
</url>


Kurz gesagt funktionieren die neuen Tags in Sitemaps (hier fett gedruckt) genauso wie die HTML-Link-Tags, da beide dieselben Attribute verwenden. Alle technischen Details zur Implementierung von Vermerken in Sitemaps, z. B. wie ihr den XHTML-Namespace für den Link-Tag implementieren könnt, findet ihr in unserem neuen Hilfe-Artikel.

Eine ausführliche Erklärung findet ihr in unserem neuen Artikel im Help-Center. Falls ihr darüber hinaus Unterstützung braucht, könnt ihr euch an unser neues Hilfe-Forum zur Internationalisierung (auf Englisch) wenden.



Von Pierre Far, Webmaster Trends Analyst (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Dienstag, 19. Juni 2012 um 09:46

Flexibles Design und die Leistung von Medienabfragen nutzen

CSS-Medienabfragen

Wir haben ein Faible für Daten und analysieren unsere Websites intensiv. Jeder Webentwickler mit ähnlichen Interessen hat sicherlich den neuen Trend zu mehr Zugriffen über Mobilgeräte erkannt. Im letzten Jahr stiegen die Seitenaufrufe vieler großer Websites über Smartphones und Tablets erheblich an. Viele Besucher nutzen hochentwickelte Browser, die die neuesten Versionen von HTML, CSS und JavaScript unterstützen. Allerdings sind die Bildschirme der verwendeten Geräte recht klein und bieten manchmal nur eine Breite von 320 Pixel.

Im Sinne unseres Engagements für Accessiblity (Zugänglichkeit) bemühen wir uns darum, allen unseren Nutzern ein angenehmes Surfen im Web zu ermöglichen. Wir standen vor einer schwierigen Entscheidung: Sollten wir neue, eigens auf Mobilgeräte ausgerichtete Websites erstellen oder bestehende Websites und neue Produkte so anpassen, dass sie problemlos sowohl auf einem Desktop als auch auf einem Mobilgerät dargestellt werden können. Wenn wir zwei getrennte Websites erstellen, können wir sie besser auf spezifische Hardware ausrichten. Andererseits kann für eine einzige, gemeinsam genutzte Website eine kanonische URL verwendet werden, die komplizierte Weiterleitungen vermeidet und die gemeinsame Nutzung von Webadressen vereinfacht. Da wir stets um eine einfache Verwaltung bemüht sind, tendierten wir dazu, für beide Gerätearten die gleiche Seite zu verwenden. Die nächste Überlegung war, wie die folgenden Richtlinien erfüllt werden konnten:

1. Die Inhalte unserer Seiten sollten in jeder Bildschirmauflösung leserlich sein. 
2. Wir versehen eine Gruppe von Inhalten mit Markups, damit sie auf jedem Gerät angesehen werden können.
3. Unabhängig von der Fenstergröße sollte unter keinen Umständen eine horizontale Bildlaufleiste verwendet werden. 


Übereinander angeordnete Inhalte, angepasste Navigation und skalierte Bilder - Chromebooks


Implementierung

Zunächst erhalten wir über einfache semantische Markups Seiten, die flexibler und leichter anzupassen sind, falls das Layout geändert werden muss. Wir sorgen dafür, dass das Stylesheet ein flüssiges Layout (auf Englisch) unterstützt. Damit haben wir bei der benutzerfreundlichen Anpassung für Mobilgeräte schon den ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Anstatt width für Containerelemente festzulegen, verwenden wir max-width. Anstelle von height setzen wir min-height, damit größere Schriftarten oder mehrzeiliger Text die Containergrenzen nicht überschreiten. Wir verwenden die CSS-Regel img {max-width: 100%;}, damit Bilder mit fester Breite Spalten in flüssigen Layouts nicht “aufbrechen”.

img {
  max-width: 100%;
}

Das flüssige Layout ist ein guter Ansatzpunkt, lässt aber einen gewissen Grad an Feinsteuerung vermissen. Glücklicherweise werden Medienabfragen (auf Englisch) von modernen Browsern (auf Englisch), darunter IE9 und höher und Browser auf den meisten Mobilgeräten, gut unterstützt. Das kann den Unterschied zwischen einer Website mit gutem Ausblendeffekt auf einem mobilen Browser und einer Website ausmachen, die für die optimierte Benutzeroberfläche angepasst wurde. Als erstes müssen wir jedoch berücksichtigen, wie Smartphones von Webservern gesehen werden.

Darstellungsbereiche

Wann ist Pixel nicht gleich Pixel? Wenn es um Smartphones geht. Browser für Smartphones sind standardmäßig so ausgelegt, dass sie wie hochauflösende Desktop-Browser erscheinen und eine Seite wie auf einem Desktop-Bildschirm darstellen. Daraus resultiert der “Übersichtsmodus”, bei dem die extrem kleine Schrift erst durch Heranzoomen lesbar wird. Die Standardbreite des Darstellungsbereichs (auf Englisch) beträgt 800 Pixel für den Android-Standardbrowser und 980 Pixel für iOS. Dabei spielt die Anzahl an tatsächlichen physischen Pixeln (auf Englisch) auf dem Bildschirm keine Rolle.

Damit der Browser die Schriftgröße so skalieren kann, dass eure Seite besser lesbar ist, müsst ihr dieses Meta-Element für den Darstellungsbereich verwenden:

<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1">

Die Bildschirmauflösung ist von Gerät zu Gerät sehr unterschiedlich, aber die meisten modernen Smartphone-Browser bieten derzeit eine standardmäßige Bildschirmbreite von ungefähr 320 Pixeln. Wenn euer Mobilgerät eine Breite von 640 physischen Pixeln hat, wird ein 320 Pixel breites Bild an die volle Bildschirmgröße angepasst. Dabei wird die doppelte Anzahl an Pixeln verwendet. Übrigens ist dies auch der Grund dafür, dass Text auf einem kleinen Bildschirm gestochen scharf ist: Er hat die doppelte Pixeldichte im Vergleich zu einem herkömmlichen Desktop-Bildschirm.

Die Breite über das Meta-Tag des Darstellungsbereichs an den Gerätebildschirm anzupassen ist deshalb besonders nützlich, weil die Breite aktualisiert wird, sobald der Nutzer das Smartphone oder das Tablet anders hält. Wenn ihr dies mit Medienabfragen kombiniert, könnt ihr das Layout so anpassen, dass es auch beim Drehen des Geräts optimal augerichtet ist:


@media screen and (min-width:480px) and (max-width:800px) {
  /* Target landscape smartphones, portrait tablets, narrow desktops

  */
}

@media screen and (max-width:479px) {
  /* Target portrait smartphones */
}


Je nach dem, wie gut eure Website funktioniert und auf den verschiedenen Geräten angezeigt wird, müsst ihr in der Praxis möglicherweise verschiedene Breakpoints verwenden. Ihr könnt über die Medienabfrage für die Ausrichtung auch gezielt bestimmte Ausrichtungen angeben, ohne dabei exakte Pixelwerte zu verwenden, sofern dies unterstützt wird (auf Englisch)


@media all and (orientation: landscape) {
  /* Target device in landscape mode */
}

@media all and (orientation: portrait) {
  /* Target device in portrait mode */
}


Übereinander angeordnete Inhalte, kleinere Bilder - Cultural Institute

Beispiel einer Medienabfrage

Vor Kurzem haben wir die Seite Über Google (auf Englisch) überarbeitet ins Netz gestellt. Neben dem neuen flüssigen Layout haben wir auch einige Medienabfragen hinzugefügt, die für ein besseres Nutzererlebnis auf kleineren Bildschirmen beispielsweise von Tablets oder Smartphones sorgen.

Wir haben uns nicht auf gerätespezifische Auflösungen konzentriert, sondern für relativ viele Breakpoints entschieden. Bei einer Bildschirmauflösung mit einer Breite von mehr als 1024 Pixeln rendern wir die Seite so, wie sie ursprünglich nach unserem Raster mit 12 Spalten ausgelegt wurde. Bei einer Breite von 801 bis 1024 Pixeln wird durch das flüssige Layout eine leicht gedrängte Version angezeigt.

Erst bei einer Bildschirmauflösung von 800 Pixeln werden Inhalte, die nicht als Kerninhalte angesehen werden, in den unteren Bereich der Seite verschoben:

@media screen and (max-width: 800px) { /* specific CSS */ }

Die letzte Medienabfrage bringt uns schließlich zum Smartphone:

@media screen and (max-width: 479px) {
  /* specific CSS */
}

Hier wird das große Bild nicht mehr geladen und die Inhaltsblöcke werden gestapelt. Darüber hinaus haben wir einen größeren Leerraum zwischen den Inhalten eingefügt, damit einzelne Abschnitte besser erkennbar sind.

Durch diese einfachen Maßnahmen haben wir erreicht, dass die Website auf vielen verschiedenen Geräten angesehen werden kann.


Übereinander angeordnete Inhalte, großes Bild entfernt - Über Google


Fazit

Man darf nicht vergessen, wie schwierig es ist, Websites für den Zugriff über Mobilgeräte mit kleinen Darstellungsbereichen zu optimieren. Flüssige Layouts sind ein guter Ansatzpunkt, aber beim Design müssen möglicherweise Abstriche gemacht werden. Medienabfragen sind sehr nützlich, um die Darstellung auf vielen Geräten zu verbessern. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass 25 % der Website-Aufrufe (auf Englisch) über Desktop-Browser erfolgen, die diese Technologie derzeit nicht unterstützen, und dass dieses Vorgehen Auswirkungen auf die Leistung (auf Englisch) hat. Ein tolles Widget auf eurer Website mag zum Beispiel hervorragend mit einer Maus funktionieren, auf einem Gerät mit Touchscreen kann dies jedoch ganz anders aussehen, da dort die Feinsteuerung komplizierter ist.

Der Schlüssel zum Erfolg ist frühzeitiges und häufiges Testen. Jeder Moment, in dem ihr auf einem Smartphone oder Tablet auf eurer eigenen Website surft, lohnt sich. Wenn ihr nicht die Möglichkeit habt, auf echten Geräten zu surfen, nutzt das Android SDK (auf Englisch) oder den iOS Simulator (auf Englisch). Bittet Freunde und Kollegen, eure Websites auf ihren Geräten anzusehen, und verfolgt, wie sie damit interagieren.

Mobile Browser sorgen für viele neue Zugriffe. Sich damit auseinanderzusetzen, wie man diese Browser am besten unterstützt, ist ein spannendes Weiterbildungsfeld.

Hier findet ihr weitere Beispiele für flexible Designs bei Google: 

Donnerstag, 14. Juni 2012 um 17:38

Frühjahrsputz bei den Webmaster-Tools

Frühjahrsputz bei den Webmaster-Tools

Die Webmaster-Tools wurden im vergangenen Jahr um zahlreiche neue Funktionen erweitert. Hierzu zählen zum Beispiel Verbesserungen an Sitemaps und Crawling-Fehlern sowie die neue Nutzerverwaltung. In den letzten Wochen haben wir auch das Aussehen und Verhalten der Benutzeroberfläche an den neuen Google-Stil angepasst. Um unser Angebot kontinuierlich zu verbessern, prüfen wir regelmäßig den Nutzen der einzelnen Funktionen in Relation zu dem erforderlichen Wartungs- und Supportaufwand. So wurden im Rahmen des diesjährigen Frühjahresputzes die Abonnentenstatistiken und das Tool "robots.txt erstellen" entfernt.

Abonnementstatistiken melden die Anzahl der Abonnenten der RSS- oder Atom-Feeds einer Website. Diese Funktion wird momentan von Feedburner unterstützt, einem anderen Google-Produkt, das eigene Abonnentenstatistiken sowie weitere coole Funktionen speziell für Feeds (auf Englisch) jeglicher Art bietet. Falls ihr nach einem Ersatz für die Abonnentenstatistiken in den Webmaster-Tools, sucht, seht euch Feedburner an.

Mit dem Tool “robots.txt erstellen” könnt ihr robots.txt-Dateien generieren, mit denen verhindert wird, dass bestimmte Teile einer Website vom Googlebot gecrawlt werden. Da diese Funktion nur selten genutzt wird, haben wir uns entschieden, das Tool "robots.txt erstellen" aus den Webmaster-Tools zu entfernen. Für die meisten Websites ist keine robots.txt-Datei erforderlich. Solltet ihr dennoch eine brauchen, könnt ihr ganz einfach eine robots.txt-Datei in einem Texteditor erstellen oder eine der vielen im Web verfügbaren Tools zur Erstellung von robots.txt-Dateien nutzen.

Website-Leistung ist eine Funktion der Webmaster-Tools Labs, die euch Informationen zur durchschnittlichen Ladezeit der Seiten eurer Website bietet. Diese Funktion wird ebenfalls aufgrund der geringen Nutzung eingestellt. Möglicherweise erinnert ihr euch noch an unsere Mitteilung von vor zwei Jahren, dass die Latenz der Seiten einer Website ein Faktor in unseren Suchranking-Algorithmen ist. Dies ist auch heute noch der Fall: Ihr könnt die Leistung eurer Website mit der Funktion Websitegeschwindigkeit (auf Englisch) in Google Analytics oder online über PageSpeed (auf Englisch) von Google analysieren. Daneben stehen euch noch weitere Tools zur Analyse der Websiteleistung wie WebPageTest und das Browser-Plug-in YSlow zur Verfügung.

Fragen oder Kommentare zu diesen Änderungen sind wie immer im Hilfeforum sehr willkommen.


Autor: Jonathan Simon, Webmaster Trends Analyst (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)





Donnerstag, 7. Juni 2012 um 11:49

Coding-Leitfaden für HTML und CSS

Richtlinien zum Codieren von HTML und CSS

Guter Code hat viele Vorteile: Er ist effektiv, effizient, einfach zu verwalten und elegant. Wenn mehrere Entwickler und Teams oder sogar mehrere Unternehmen einen Code verwenden, muss er außerdem konsistent und einfach zu verstehen sein. Aus diesem Grund gibt es Stilrichtlinien. Wir verwenden Stilrichtlinien für viele Sprachen und unsere neuesten öffentlichen Stilrichtlinien sind die HTML- und CSS-Stilrichtlinien von Google (auf Englisch).

Unsere HTML- und CSS-Stilrichtlinien befassen sich wie andere Google-Stilrichtlinien (auf Englisch) mit vielen Formatierungsfragen. Sie enthalten auch Tipps zu Best Practices, um Entwicklern Anregungen zu geben, welche Formatierungen sie außer Einrückungen noch verwenden können.

Viele Autoren von Stilrichtlinien kennen das Problem: Sollen sie den eigenen verwendeten Code beschreiben oder die Verwendung eines bestimmten Codes vorschreiben? Aus diesem Grund findet ihr in unseren HTML- und CSS-Stilrichtlinien beide Ansätze. Außerdem bietet euch unsere recht umfangreiche Code-Datenbank auch weiterhin viele verschiedene Entwicklungsstile.

In diesem Post möchten wir euch aber nur auf die neuen Stilrichtlinien hinweisen. Wir werden auch in Zukunft Design-Entscheidungen und Updates mit euch teilen. In der Zwischenzeit könnt ihr uns gern Feedback geben und auch diese Stilrichtlinien wie andere Stilrichtlinien von Google bei Bedarf für eure Projekte verwenden.

Beitrag von Jens O. Meiert, Senior Web Architect, Google Webmaster Team (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Dienstag, 5. Juni 2012 um 17:06

Noch mehr Daten zu den häufigsten Suchanfragen

Die häufigsten Suchanfragen

Wir haben vor Kurzem die Daten zu den häufigsten Suchanfragen aktualisiert, um Angaben zur durchschnittlich höchsten Position sowie den programmatischen Download zu ermöglichen. Außerdem könnt ihr natürlich weiterhin alle Suchanfragen einsehen, die für Zugriffe auf eure Website sorgen. Jetzt ist es aber an der Zeit, euch noch mehr Daten zu Suchanfragen zur Verfügung zu stellen!

An erster Stelle möchten wir die Erweiterung des Verlaufs erwähnen. Ihr könnt jetzt Daten der letzten 90 Tage abrufen. Wenn ihr oben rechts neben den Suchanfragen auf die Datumsauswahl klickt, könnt ihr Daten der letzten drei Monate anstatt wie bisher der letzten 35 Tage ansehen.





Nach dem Klicken werden diese Daten folgendermaßen dargestellt:





Bei der Verlaufsanzeige für 90 Tage wird die Option "Mit Änderung" deaktiviert. Änderungen im Vergleich zu vorherigen Zeiträumen können wie bisher maximal für 30 Tage angezeigt werden. Die Anzeige der Änderungen ist standardmäßig deaktiviert. Ihr könnt die Option jedoch jederzeit über die Schaltfläche zwischen dem Diagramm und der Tabelle aktivieren. Daten zu den häufigsten Suchanfragen sind in der Regel innerhalb von 2 bis 3 Tagen verfügbar.




Eine weitere wichtige Verbesserung in den Webmaster-Tools: Sobald die Inhaberschaft einer Website bestätigt wurde, können die grundlegenden Daten zu Suchanfragen angezeigt werden. Ihr müsst also nicht mehr warten, bis diese Informationen abgerufen werden können.

Die letzte Neuerung für heute bezieht sich auf die Daten für die häufigsten 2000 Suchanfragen, die zu Zugriffen auf eure Website führen. Eventuell werden weniger als 2000 Ergebnisse angezeigt, wenn wir zum Beispiel an einem Tag keine Klicks für eine bestimmte Suchanfrage verzeichnen oder die Daten eurer Suchanfragen auf verschiedene Länder und Sprachen verteilt sind. Zum Beispiel wird die Suchanfrage "Blumen" in Google Deutschland und die Suchanfrage "Blumen" in Google Österreich separat gewertet. Auch nach dieser Änderung sind noch 98 % aller Websites komplett abgedeckt. Wir freuen uns auf euer Feedback und hoffen, dass diese neuen Daten hilfreich für euch sind.


Beitrag von Javier Tordable, Tech Lead, Webmaster Tools (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Freitag, 1. Juni 2012 um 13:31

Glückwunsch! Du hast Botcoins entdeckt, eine neue Währung für Webmasters! Du kannst Botcoins für tägliche Suchanfragen verwenden, ohne irgendetwas einzutippen! (100 Botcoins = 1 Freisuche). Um deine Botcoins einzulösen, finde einfach einen Mitarbeiter des Google Search Teams in Person, überreiche das Botcoin-Zertifikat und fordere deine Suchanfrage ein. Der Google-Mitarbeiter wird die Suche dann für dich ausführen (keine gesicherte SSL-Verbindung verfügbar, während dieses Dialogs). -- Anmerkung: Der Google-Mitarbeiter könnte dich ignorieren oder lieber auch eine andere Suche ausführen, sofern er oder sie schlechte Laune hat. Und momentan werden keine Mining Möglichkeiten für Botcoins angeboten.