Mittwoch, 29. Februar 2012

Geografische Ausrichtung länderspezifischer Top-Level-Domains


In der heutigen Frage geht es um geografische Ausrichtung (geotargeting) von Sites, die eine länderspezifische Top-Level- Domain (TLD) wie zum Beispiel .de oder .at haben.



WEBSEOAnalytics möchte wissen: "Hi Matt. Derzeit ist eine geografische Ausrichtung in der Webmaster-Konsole nur für allgemeine TLDs verfügbar. Was rätst du Webmastern, die mit länderspezifischen Domains arbeiten und verschiedene Teile ihrer Websites für verschiedene Länder geografisch ausrichten möchten?"

Oje. Okay. Das ist echt schwierig. Stimmt's? Ihr fallt da wirklich etwas aus dem Rahmen. Denn wenn ihr eine .jp-Domain auf Finnland ausrichten wollt, handelt ihr damit gegen die Erwartungen und Konventionen im Web. Wenn möglich, könntet ihr eine allgemeine TLD nehmen und für andere Länder verwenden. Natürlich könnt ihr es auch mit einer Aufteilung in verschiedene Sub-Domains oder Unterverzeichnisse versuchen. Aber eigentlich bedeutet .jp für uns, dass die Domain relevant für Japan ist und nicht so sehr für Norwegen, Schweden oder Finnland.

Es gibt Domains bzw. TLDs,die auf verschiedene Länderausgerichtet sein können, auch wenn es keine allgemeinen Domains sind. Es gibt ungefähr 20 verschiedene TLDs, die allgemein genug sind, um sie auf verschiedene Länder auszurichten. Zum Beispiel .com, .net, .org, sogar .name und viele weitere. Für einige dieser TLDs, wie .mil, bekommt ihr möglicherweise keine Domain-Namen. Aber bei einigen lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Es gibt etwa 20 weitere Domains mit Ländercode, die immer noch so allgemein sind, dass ihr sie auf verschiedene Länder ausrichten könnt. Beispielsweise steht .me für Montenegro, glaube ich. Aber oft genug wird .me beispielsweise für Unternehmen mit Namen wie about.me verwendet. Es gibt ganz unterschiedliche Verwendungen. Beispielsweise sollte .tv eine länderspezifische Domain sein, wird tatsächlich aber von vielen Leuten rund um den Globus verwendet. Deshalb ist die Ausrichtung dieser Domains für uns in Ordnung.

Hier ist eine Liste mit etwa 40 völlig unterschiedlichen Domains, die eine geografische Ausrichtung ermöglichen. Wenn ihr eine länderspezifische Domain auf andere Länder ausrichten möchtet, könnt ihr eine Domain von dieser Liste auswählen, die erweiterbar und etwas allgemeiner ist. Somit könnt ihr Teile eurer Websites auf diese Länder ausrichten. Hier findet ihr noch paar weitere Tipps zu internationalen Websites.


Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality

Montag, 27. Februar 2012

So bereitet ihr eure Website auf einen Besucheransturm vor


Auf diesen Moment freut sich jeder Websiteinhaber und fürchtet ihn zugleich: ein plötzlicher, starker Anstieg der Zugriffe auf eure Website kann oft zu einem Absturz der Website führen. Vielleicht veröffentlicht ihr Content, der rasend schnell bekannt wird, oder werdet auf Slashdot erwähnt oder vielleicht lässt sich Larry Page ein Tattoo stechen und eure Website über Nerd-Tattoos ist plötzlich in Mode.

Nach einem beachtenswerten Ereignis wie einer politischen Debatte, dem Tod einer berühmten Persönlichkeit oder einer Naturkatastrophe gehen viele Leute sofort online, um Neuigkeiten und Informationen zu diesem Ereignis zu erhalten. Dies kann zu einem rapiden Anstieg der Zugriffe auf Websites mit relevanten Informationen führen und sogar bewirken, dass Websites in dem Moment abstürzen, an dem sie am beliebtesten werden. Auch wenn es nicht immer möglich ist, solche Ereignisse vorherzusehen, könnt ihr eure Website auf verschiedene Arten vorbereiten, damit ihr auf einen plötzlichen Anstieg der Zugriffe vorbereitet seid, falls es einmal dazu kommen sollte:

Erstellt eine vereinfachte Version eurer Website.

Denkt darüber nach, eine vereinfachte Version eurer Website zu pflegen. Ihr könnt dann euren gesamten Traffic auf diese vereinfachte Version umleiten, wenn ihr einen Besucheranstieg verzeichnet. Eine gute Möglichkeit dafür besteht darin, eine mobile Version eurer Website zu haben und die mobile Website in Zeiten mit hohem Traffic für Desktop-/PC-Nutzer verfügbar zu machen. Eine weitere Option mit wenig Aufwand ist die, nur eine vereinfachte Version eurer Startseite zu unterhalten, da die Startseite oft die am häufigsten angeforderte Seite einer Website ist: Dort starten die Besucher und navigieren dann zu dem Bereich der Website weiter, der sie interessiert. Ebenso könntet ihr, falls ein bestimmter Artikel oder ein bestimmtes Bild auf eurer Website rasend schnell bekannt wird, eine vereinfachte Version nur dieser Seite erstellen.

Ein paar Tipps zum Erstellen vereinfachter Seiten:

  • Schließt, wenn möglich, dekorative Elemente wie Bilder oder Flash aus, verwendet in der Website-Navigation Text anstelle von Bildern und stellt die meisten Inhalte in HTML ein.
  • Verwendet eher statische HTML-Seiten als dynamische. Letztere lasten eure Server stärker aus. Außerdem könnt ihr die statische Ausgabe dynamischer Seiten im Cache speichern, um die Serverauslastung zu reduzieren.

Nutzt stabile Drittanbieter-Dienste.

Eine weitere Alternative besteht darin, eine Kopie eurer Website auf einem Dienst eines Drittanbieters zu hosten, von dem ihr wisst, dass er einer großen Anzahl von Zugriffen standhalten kann. Ihr könntet beispielsweise eine Kopie eurer Website – oder eine abgespeckte Version mit Schwerpunkt auf für den Anstieg relevanten Informationen – auf einer Plattform wie Google Sites oder Blogger erstellen, Dienste wie Google Docs verwenden, um Dokumente oder Formulare zu hosten, oder ein Servernetzwerk für Content-Übermittlung nutzen.

Verwendet Dateiformate mit geringer Größe.

Falls ihr herunterladbare Informationen anbietet, versucht, die Download-Dateien so klein wie möglich zu halten, indem ihr Dateiformate mit geringer Größe verwendet. Indem ihr beispielsweise die gleichen Daten statt als PDF als Nur-Text-Datei anbietet, können Nutzer den exakt gleichen Inhalt bei einem Bruchteil der Dateigröße herunterladen, wodurch die Auslastung eurer Server reduziert wird. Falls die Verwendung von Nur-Text-Dateien nicht möglich ist, denkt auch daran, dass PDFs, die anhand von Textinhalten erstellt wurden, eine geringere Größe aufweisen als PDFs, die Bilder enthalten. PDFs auf Textbasis können auch von Google leichter verstanden und indexiert werden

Stellt Tabellendaten in den Formaten CSV und XML zur Verfügung.

Falls ihr numerische Daten oder Tabellendaten (d. h. in Tabellen enthaltene Daten) anbietet, empfehlen wir euch, sie auch im CSV- und/oder XML-Format bereitzustellen. Diese Dateiformate haben eine relativ geringe Größe und erleichtern externen Entwicklern in Fällen, wo die Daten so viele Personen wie möglich erreichen sollen, wie etwa nach einer Naturkatastrophe, die Nutzung eurer Daten in externen Anwendungen oder Diensten.


Wir würden gerne eure Tipps und Tricks erfahren, um Besucheranstiegen standzuhalten – berichtet uns in unserem Webmaster-Hilfeforum davon.


Post von Susan Moskwa, Webmaster Trends Analyst (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)




Freitag, 24. Februar 2012

schema.org-Markup für Videos verwenden


Videos gehören zu den häufigsten Suchergebnissen auf Google und wir möchten sichergehen, dass eure Videos auch indexiert werden. Deshalb führen wir nun auch die Videounterstützung für schema.org ein. schema.org (auf Englisch) ist ein Gemeinschaftsprojekt von Google, Microsoft, Yahoo! und Yandex und wird ab sofort für die Beschreibung von Videos im Web empfohlen. Das Markup ist sehr einfach und kann auf den meisten Websites problemlos eingefügt werden.

schema.org-Video-Markup wird genau wie sonstige schema.org-Daten hinzugefügt. Ihr legt einfach "itemscope" und "itemtype="http://schema.org/VideoObject"" fest und gebt den Namen, die Beschreibung sowie die thumbnailUrl-Eigenschaften an. Außerdem benötigt ihr die embedURL, also den Speicherort des Videoplayers, oder die contentURL, den Speicherort der Videodatei. Ein typischer Videoplayer mit Markup könnte folgendermaßen aussehen:

<div itemscope itemtype="http://schema.org/VideoObject">
<h2>Video: <span itemprop="name">Titel</span></h2>
<meta itemprop="duration" content="T1M33S" />
<meta itemprop="thumbnailUrl" content="thumbnail.jpg" />
<meta itemprop="embedURL" content="http://www.example.com/videoplayer.swf?video=123" />
<object ...>
<embed type="application/x-shockwave-flash" ...>
</object>
<span itemprop="description">Videobeschreibung</span>
</div>


Die Nutzung von schema.org wirkt sich nicht auf Video-Sitemaps oder mRRS-Feeds aus, die ihr bereits verwendet. Wir empfehlen, neben schema.org weiterhin eine Video-Sitemap zu verwenden.

Da es nun also mehrere Möglichkeiten gibt, Google über eure Videos zu informieren, erscheint es möglicherweise schwierig, das richtige Format zu wählen. Deshalb haben wir auf unserer neuen Webmaster-EDU-Microsite eine Reihe von Videos und Artikeln zur Videoindexierung zusammengestellt, um die Videoindexierung für euch möglichst einfach zu gestalten.

Weitere Informationen findet ihr in den Webmasters-EDU-Artikeln über Videos (auf Englisch) und in der vollständigen VideoObject-Spezifikation von schema.org. Außerdem könnt ihr natürlich Fragen im Webmaster-Hilfeforum stellen. Wir freuen uns schon auf weitere Videos von euch in der Google-Suche!


Gepostet von Henry Zhang, Product Manager (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Montag, 20. Februar 2012

Ein paar Tipps und Anmerkungen zum Linkbuilding


Eure Website so zu optimieren, dass eure guten Inhalte möglichst sichtbar in den Suchergebnissen von Google sind, kann mitunter eine knifflige und zeitaufwendige Aufgabe sein. Leider sehen wir häufig, dass sich Eigentümer von Websites auf die falschen Maßnahmen konzentrieren und mit Agenturen zusammenarbeiten, die dubiose Techniken einsetzen, und damit letztendlich viel Zeit und Geld verschwenden.

Während gute und einzigartige Inhalte mit der Zeit automatisch Links anziehen, bieten einige SEOs schnellen Linkaufbau an und versprechen einen rasanten Aufstieg in den Suchergebnissen von Google - vielleicht sogar Position 1. Eine Strategie dieser SEOs ist, einfach und schnell Links von extra dafür gemachten Domains zu kaufen oder solche Domains gleich selbst zu erstellen. Diese Link-Domains haben oft generischen Content von schlechter Qualität und bieten kaum Mehrwert für die Nutzer.


Nicht ganz sicher, wovon wir reden? Hier ist ein Beispiel:

Ein Bett ist ein wichtiges Möbelstück, denn man kann darin schlafen. Die meisten Leute schlafen nachts. Man kann billige Decken im Laden kaufen. Eine Decke hält nachts warm. Man kann aber auch einen günstigen Heizlüfter kaufen. Der Heizlüfter ist in vielen Fällen die bessere Option, denn er produziert mehr Wärme und kann im Sommer abgestellt werden, wenn man den Frankreich Urlaub bucht.


Dieser kleine Text ist eventuell etwas übertrieben, aber im Allgemeinen findet man auf diesen Link-Domains ziemlich einfachen und relativ sinnfreien Text, der sich oft auch wiederholt und auf bestimmte Keywords und Anchor-Texte zugeschnitten ist. Meist handelt es sich dabei um eine zusammengewürfelte Ansammlung von Texten ohne Bezug zueinander. So könnte auf unseren Decken-Artikel einer zu Kreditkarten und dann vielleicht einer zu Autoreifen folgen. Das ist qualitativ sehr schlechter Inhalt, aus dem ein Leser kaum einen Nutzen ziehen kann.

Man kann diese Art von Content auf Freehosts, auf neu erstellten Domains mit generischen Keywords im Domainnamen oder auf Expired Domains finden. Expired Domains sind Domains, die nicht von ihren Besitzern erneuert wurden, und dann von jemand anderem erneut registriert wurden.

Aber egal wo der Inhalt gehostet wird, wir werden immer besser darin, Links zu analysieren. Auch wenn diese Art des Linkaufbaus in einigen wenigen Fällen zu kurzzeitig positiven Effekten führen mag, letztendlich werden diese Links mit ziemlicher Sicherheit abgewertet werden. So steht man am Ende mit leeren Händen da, und sämtliche investierte Zeit und das investierte Geld sind wirkungslos verpufft.

Wir empfehlen, eure Energie und euer Geld eher in etwas zu stecken, von dem eure Website und Nutzer langfristig und nachhaltig profitieren. Erstellt gute, einzigartige Inhalte, die das Interesse eurer Besucher wecken, seid in Social Media aktiv, betreibt traditionelles Marketing, und die guten Links werden folgen. Das kann natürlich etwas dauern und wird nicht über Nacht geschehen, aber langfristig wird es euch wertvolle natürliche und beständige Links einbringen. In einem unserer alten Blogposts findet ihr noch ein paar weitere Ideen, die euch zu hochwertigen Links zu eurer Website verhelfen können.

Wenn ihr euch nicht so sicher seid, was für Seiten auf eure verlinken, könnt ihr das in den Webmaster Tools herausfinden. Dort seht ihr eure Backlinks und woher sie kommen. Wie schauen die Seiten aus, die zu euch verlinken? Haben sie gute Inhalte, die für Besucher interessant sind? Sind sie mit eurer Seite themenverwandt? Wie sind diese Links entstanden? Wurden sie für die Nutzer erstellt? Wenn ihr sehr viele Links entdeckt, die von Seiten geringer Qualität oder Spam-Seiten kommen, versucht, diese Links entfernen zu lassen.

Für viele Sites gibt es andere leicht durchzuführende und lohnenswerte SEO-Maßnahmen. So könnt ihr zum Beispiel oft die Crawlbarkeit, User Experience und Geschwindigkeit einer Website mit relativ geringem Aufwand steigern. Ein weiterer Vorteil ist hier, dass die Resultate der Maßnahmen viel besser kontrollierbar und vorhersehbar sind.
Unsere Einführung in die Suchmaschinenoptimierung kann dabei eine gute Inspirationsquelle sein. Dort könnt ihr oft Anregungen finden, wie man die eigene Site suchmaschinenfreundlicher gestalten kann. Eine weitere Möglichkeit ist, die eigene Website mit Hilfe der SEO Report Card (auf Englisch) zu analysieren. Wir haben sie damals erstellt, um unsere eigenen Seiten auf Herz und Nieren zu überprüfen (und wir haben bei einigen Seite so manches gefunden, das man noch verbessern konnte!)

Falls ihr euch entscheidet, mit einem SEO zusammenzuarbeiten, um eure Seite zu optimieren, macht euch vor der Wahl des SEOs schlau und lasst euch genau erklären, welche Optimierungsmaßnahmen er für eure Seite vorschlägt.

Und wenn ihr noch weitere Fragen zu dem Thema habt, findet ihr in unserem Forum für Webmaster viele fachkundige und hilfsbereite Webmaster, mit denen ihr eure Ideen diskutieren könnt und die euch eventuell noch den einen oder anderen Tipp geben können!


Verfasst von Uli Lutz und Daniela Loesser, Search Quality

Freitag, 17. Februar 2012

Wie funktioniert SafeSearch?


In diesem Video gibt Matt Cutts Einblicke, wie der SafeSearch-Filter Inhalte als sexuell explizit erkennt.



Die heutige Frage kommt aus Zürich. Gary möchte wissen: "Wie funktioniert SafeSearch für Text und Bilder?"

Ich habe die erste Version von SafeSearch für Text mitentwickelt. Betrachten wir daher diesen Teil. Ich möchte Spammern keine Hilfestellungen geben, aber ich kann·aus dem Jahr 2000 berichten, um euch einen Eindruck zu geben. Mit SafeSearch möchten wir Gewichtungen für Suchbegriffe festlegen.

Viele Wörter mit einer großen Gewichtung weisen dann auf pornografische Inhalte oder Ähnliches hin. Wir können auch Schwellenwerte festlegen, die nach ersten Ergebnissen zu diesem Wort weitere Ergebnisse unterdrücken.

Es gibt auch Unterschiede: Ein unangemessenes Wort in einem ganzen Buch wird nicht so schwer gewichtet wie das gleiche Wort in einem sehr kurzen Text. Andere Wörter weisen deutlicher auf pornografischen Inhalt hin. Bestimmte Tippfehler wie A-M-A-T-U-R-E statt "Amateur" verweisen eher auf pornografische Websites als beispielsweise auf Amateurradio.

Doch Vorsicht: Manche Wörter sind nicht so eindeutig. Denn Brust kann auch für Brustkrebs stehen und Sex für Sexualkunde. Wir müssen daher lernen, welche Gewichtung wir einem Wort geben sollten. Das ist ziemlich anspruchsvoll. Bloß Inhalte analysieren oder einzelne Wörter festlegen reicht nicht aus. Aber es ist ein guter erster Schritt, um Inhalte als pornografisch einzustufen.

Wenn eure Website fälschlicherweise als pornografisch eingestuft wurde oder ihr einen Fehler bei SafeSearch gefunden habt, könnt ihr das über diesen Link melden. Dann können die Algorithmen angepasst oder andere Funktionen verbessert werden, damit interessante Websites nicht als pornografisch bewertet werden.

Doch es ist überraschend, wie bereits mit relativ einfachen Gewichtungen viele pornografische Inhalte im Web aussortiert werden können. Ein kurzer Rückblick: Die ersten Suchmaschinen wie AltaVista haben im Jugendschutzmodus für das Wort "Sex" höchstens zwanzig Treffer angegeben. Sie haben entweder die Anzahl der Suchergebnisse eingeschränkt oder nur diese Ergebnisse als sicher eingestuft.

Google hat einen anderen Ansatz. Wir haben überlegt, ob eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn von solchen Suchergebnissen überrascht oder darüber verärgert wäre. Man möchte natürlich vom großen Angebot des Webs profitieren: Einerseits möchte man das gesamte Web durchsuchen und pornografische Inhalte ausschließen. Andererseits sollen Ergebnisse für Sexualkunde und Ähnliches angezeigt werden. Das ist ein guter Ansatz, der auch gut funktioniert hat. Zum Glück gibt es nun viel bessere Programmierer, die noch detailliertere Analysen durchführen, und mein Programm aus dem Jahr 2000 sicher gründlich überarbeitet haben.


Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality

Mittwoch, 15. Februar 2012

Wieso tauchen 404-Seiten in den Suchergebnissen von Google auf?


In dieser Video-Antwort beschäftigt sich Matt Cutts mit der Frage, warum Seiten mit 404 Fehlercode in den Suchergebnissen von Google auftauchen.



Die heutige Frage kommt aus Kansas in den USA. John Heard möchte wissen: "Warum braucht Google so lange, um URLs mit dem Fehlercode 404 zu entfernen?"
Das ist eine gute Frage. Der Fehlercode 404 kann auch vorübergehend erscheinen, wenn eine Seite nur kurzzeitig ausfällt. Wenn ihr zeigen möchtet, dass eine Seite vollständig gelöscht wurde und nicht wieder auftaucht, solltet ihr den HTTP-Statuscode 410 verwenden. Bei der letzten Überprüfung im Jahr 2007 wurde zwischen diesen Codes letztendlich jedoch nicht unterschieden.

Kommen wir zurück zur eigentlichen Frage. Die Antwort lautet: Webmaster arbeiten auf ihre eigene Art und Weise. Sie stehen sich manchmal selbst im Weg. Sie entfernen beispielsweise die Website vollständig aus den Suchergebnissen. Oder die Website fällt nur vorübergehend aus, doch sie gibt Code 404 statt 503 zurück. Statt Websites mit Fehlercode 404 schnell vollständig zu entfernen, lassen wir etwas Spielraum und überprüfen mehrmals, ob der Webmaster einen Fehler gemacht hat oder ob die Website tatsächlich aus dem Index entfernt werden soll.

Es gibt keine optimale Lösung, denn kein Ansatz stellt alle zufrieden. Wir versuchen, die goldene Mitte zu finden, sehen uns das Feedback an und überlegen dann, ob wir die Seite noch einige Tage testen, um sicher zu sein, dass sie tatsächlich abgeschaltet wurde.

Ein anderes Beispiel: Wenn eure Website vorübergehend ausfällt und Google den Webserver jahrelang nicht überprüft, seid ihr natürlich sauer. Aus diesem Grund suchen wir nach einem Kompromiss. Euer Feedback hilft uns dabei, vielen Dank!

Wir können natürlich das Crawl-Team fragen, ob Websites mit Code 410 inzwischen schneller entfernt werden oder ob sie noch gleich behandelt werden. Derzeit gehen wir aber auf Nummer sicher und überprüfen, ob die Webmaster einen Fehler gemacht haben. Sollte ihr Server überlastet oder der Web-Host falsch konfiguriert worden sein, vermeiden wir so langfristige Schäden und können die Website meist wiederherstellen.


Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality

Montag, 13. Februar 2012

Aktualisierung der Daten zu den häufigsten Suchanfragen


Seit kurzem aktualisieren wir die Funktion "Die häufigsten Suchanfragen" in unseren Webmaster-Tools, damit sie euren Erwartungen an das Ranking von Websites besser entspricht. Bis jetzt wurde die durchschnittliche Position aus allen URLs eurer Website in den einzelnen Suchanfragen berechnet. Von nun an wird jedoch nur die höchste Position, die eine URL eurer Website erreicht hat, in die Berechnung aufgenommen.

Beispiel:
Tim sucht nach [Breze] und URLs eurer Website nehmen im Ranking die Plätze 3, 6 und 12 ein. Julia sucht auch nach [Breze] und URLs eurer Website werden auf Rang 5 und 9 angezeigt. Früher hätten wir alle Positionen zusammengerechnet und das Ergebnis wäre die durchschnittliche Position von 7 gewesen. Jetzt nehmen wir nur die höchsten, in den einzelnen Suchen erzielten Positionen eurer Website in unsere Berechnung auf (3 für Tims Suche und 5 für Julias Suche). Damit erhalten wir einen Durchschnitt von 4.

Wir gehen davon aus, dass diese neue Berechnungsmethode euren Vorstellungen besser entspricht, wie die Position eines Links in den Google-Suchergebnissen bewertet werden sollte.

Welche Auswirkungen hat dies auf meine Daten der häufigsten Suchanfragen?
Diese Änderung gilt ab jetzt für die häufigsten Suchanfragen. Bisherige Daten werden nicht geändert. Diese Änderung der Berechnungsmethode hat zur Folge, dass der Wert der durchschnittlichen Position im Prinzip gleich bleibt oder verringert wird, da URLs mit niedrigeren Positionen nicht mehr in die Berechnung aufgenommen werden.

Werft im "Ihre Website im Web"-Bereich der Webmaster-Tools einen Blick auf die aktualisierten Daten der häufigsten Suchanfragen eurer Website. Und vergesst nicht, dass ihr euch auch programmatisch die Daten der häufigsten Suchanfragen herunterladen könnt!

Wir freuen uns, euch ein repräsentativeres Bild eurer Daten in der Google-Suche bieten zu können. Postet eure Meinung in unserem Webmaster-Forum.


Post von Chris Anderson, Google Analytics-Team, und Susan Moskwa, Webmaster Trends Analyst (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)




Freitag, 10. Februar 2012

Formulare ausfüllen – schneller, einfacher und intelligenter


Einer der größten Engpässe bei jedem Conversion-Trichter ist das Ausfüllen eines Onlineformulars. Shopping- und Registrierungsabläufe sind alle auf Formulare als entscheidenden und anspruchsvollen Schritt angewiesen, um die Ziele eurer Website zu erreichen. Für viele Nutzer sind Onlineformulare gleichbedeutend mit dem wiederholten Eingeben allgemeiner Informationen wie Name und Adresse auf verschiedenen Websites im Web – eine lästige Pflichtübung, die viele dazu veranlasst, aufzugeben und den Ablauf ganz abzubrechen.

Die AutoFill-Funktion von Chrome und andere Formularausfüller helfen dabei, dieses Hindernis zu überwinden, indem sie sich allgemeine Profilinformationen merken und das Formular mit diesen Werten vorausfüllen. Leider war es bis jetzt für Webmaster schwierig, dafür zu sorgen, dass Chrome und andere Formularausfüllfunktionen ihr Formular korrekt parsen können. Einige Standards existieren (auf Englisch) zwar, sind aber sehr lästig bei der Website-Implementierung und werden daher in der Praxis kaum verwendet.

Heute freuen wir uns, euch mitteilen zu können, dass Chrome jetzt ein experimentelles neues "autocomplete type"-Attribut für Formularfelder unterstützt, mit dem Webentwickler text- und select-Felder eindeutig mit allgemeinen Datentypen wie "full-name" oder "street-address" kennzeichnen können. Mit diesem Attribut können Webentwickler Conversions auf ihren Websites steigern, indem sie ihre Formulare für die automatische Vervollständigung markieren, ohne die Benutzeroberfläche oder das Backend zu ändern.

Fügt einfach ein Attribut zum "input"-Element hinzu. Ein Feld einer E-Mail-Adresse sieht beispielsweise folgendermaßen aus:

<input type=”text” name=”field1” x-autocompletetype=”email” />

Wir haben dieses Attribut zusammen mit einigen anderen Anbietern von Formularausfüllfunktionen entwickelt. Wie bei jedem Vorschlag im Anfangsstadium erwarten wir, dass sich dieser durch das Feedback des Gremiums zur Standardisierung des World Wide Web ändern und weiterentwickeln wird. Wir sind jedoch der Meinung, dass dieser Vorschlag als guter Ausgangspunkt für die Diskussion dient, wie Formulare mit automatischer Vervollständigung in der HTML5-Spezifikation am besten unterstützt werden können. Im Moment ist dieses neue Attribut in Chrome als x-autocompletetype implementiert, um anzugeben, dass es sich noch um ein experimentelles und kein Standard-Attribut handelt, ähnlich wie das Attribut webkitspeech, das wir letzten Sommer veröffentlicht (auf Englisch) haben.

Für weitere Informationen könnt ihr den vollständigen Text der vorgeschlagenen Spezifikation (auf Englisch) lesen, Fragen im Webmaster-Hilfeforum stellen oder in der Standardisierungsdiskussion (auf Englisch) Feedback geben!


Post von Ilya Sherman, Software Engineer (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Mittwoch, 8. Februar 2012

Mehr Optionen für Google+ Boxen


Zusammen mit den Google+ Seiten (auf Englisch) haben wir im November auch die Google+ Boxen eingeführt (auf Englisch), um direkt auf eurer Website auf eure Google+ Präsenz hinzuweisen. Ab heute sind in der Entwicklervorschau weitere Optionen zur Einbindung der Google+ Box in eure Website verfügbar. Diese Optionen stehen in Kürze allen Nutzern zur Verfügung. Ihr könnt bei der Konfiguration einer Box die Breite an euer Website-Design anpassen und es gibt auch eine Version, die auf Websites mit dunklem Hintergrund besser zu erkennen ist. Die Google+ Boxen enthalten nun auch die einheitliche +1 Schaltfläche und den Zähler für eure Kreise, die wir bereits im Dezember zu den Seiten hinzugefügt haben. 


Beispiel Google+ Box




Wenn ihr noch nicht sicher seid, ob ihr die Google+ Box zu eurer Website hinzufügen sollt, bedenkt Folgendes: Bei der Analyse einiger Top-Websites, die die Box verwenden, haben wir kürzlich festgestellt, dass durchschnittlich 38 % mehr Nutzer Websites mit der Box folgen. Über die Box auf eurer Website können Besucher eure Google+ Seite erkunden oder ihr folgen, eurer Website +1 geben, sie mit ihren Kreisen teilen, herausfinden, welche ihrer Freunde eurer Website bereits +1 gegeben haben oder mit nur einem Klick auf eure Google+ Seite gelangen.

Durch die Google+ Box wird es für eure Fans ganz einfach, eure Google+ Seite zu finden und ihr zu folgen. Mit diesen zusätzlichen Optionen wird die Erstellung einer maßgeschneiderten Box für eure Website hoffentlich ein Kinderspiel.

Der Unterhaltung auf Google+ folgen.


Gepostet von Lucy Hadden, Software Engineer, Google+ (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Montag, 6. Februar 2012

Neuerungen bei Sitemaps


Über Sitemaps könnt ihr Google Informationen zu den Seiten eurer Website zukommen lassen. Die Sitemap-Funktion der Webmaster-Tools gibt euch Feedback zu euren eingereichten Sitemaps, wie etwa zur Anzahl der indexierten Sitemap-URLs oder zu Fehlern in den Sitemaps. Wir haben kürzlich noch weitere Informationen hinzugefügt. Sehen wir uns die Neuerungen gemeinsam an: 




Auf der Sitemaps-Seite sind Details nach Inhaltstyp geordnet angegeben. Statistiken für die Rubriken "Web", "Videos", "Bilder" und "News" werden nun übersichtlicher dargestellt. So könnt ihr feststellen, wie viele Elemente eines einzelnen Typs gegebenenfalls eingereicht wurden, und bei einigen Inhaltstypen geben wir außerdem an, wie viele Elemente indexiert wurden. Im Zuge dieser Verbesserungen ersetzt die neue Sitemaps-Seite die Funktion "Video Sitemaps Labs", die deaktiviert wird.

Auch die Testfunktion für Sitemaps gehört zu unseren Verbesserungen. Beim Testen wird die Sitemap jedoch nicht bei Google eingereicht, sondern nur auf Fehler überprüft. Dazu ist ein Live-Abruf durch den Googlebot erforderlich, der üblicherweise nur einige Minuten dauert. Beachtet, dass dieser erste Test nicht umfassend ist und daher möglicherweise nicht alle Fehler erfasst. Fehler, die nur nach dem Download der URLs identifiziert werden können, werden in diesem Test beispielsweise nicht berücksichtigt.

Zusätzlich zu diesem direkten Test haben wir eine neue Form der Fehlerdarstellung eingeführt, mit der die Fehlertypen der Sitemap besser ersichtlich werden. Ähnliche Fehler und Warnmeldungen in einer Sitemap werden nun nicht mehr einzeln aufgeführt, sondern in Gruppen zusammengefasst und mit einigen Beispielen belegt. Ebenso fassen wir für Sitemap-Indexdateien Fehler und Warnmeldungen aus untergeordneten Sitemaps zusammen, die im Sitemap-Index enthalten sind. Ihr braucht also nicht mehr durch jede einzelne untergeordnete Sitemap zu klicken.

Die letzte Änderung betrifft die Schaltfläche "Löschen". Mit dieser Schaltfläche könnt ihr nun die Sitemap aus den Webmaster-Tools entfernen, und zwar sowohl aus eurem Konto als auch aus den Konten der anderen Website-Inhaber. Beachtet jedoch, dass das Löschen einer Sitemap aus den Webmaster-Tools nicht zwangsläufig bedeutet, dass die Sitemap nicht mehr von Google gelesen oder verarbeitet wird. 
Wenn beispielsweise die Sitemap in der robots.txt Datei aufgeführt ist, könnten Suchmaschinen immer noch versuchen, auf sie zuzugreifen. Damit eine Sitemap nicht mehr von Google verarbeitet wird, entfernt ihr am besten die Datei oder blockiert sie über robots.txt. 

Zusätzliche Informationen zu Sitemaps in den Webmaster-Tools und zur Funktionsweise von Sitemaps findet ihr in unserer Hilfe. Solltet ihr weitere Fragen haben, könnt ihr diese im Webmaster-Hilfeforum stellen.


Autor: Kamila Primke, Software Engineer, Webmaster-Tools (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)

Freitag, 3. Februar 2012

Websites günstig analysieren und testen



Als das Team hinter Zehntausenden von Googles Informations-Webseiten hat das Webmaster Team (auf Englisch) die Aufgabe, Tipps und Ratschläge auf Grundlage von Erfahrungen zu geben, die es in der Praxis gemacht hat.

Wenn ihr die Nutzung eurer Website noch nie zuvor getestet oder analysiert habt, so fragt euch einmal, ob ihr wirklich wisst, ob die Website tatsächlich für eure Zielgruppe geeignet ist. Solltet ihr euch nicht sicher sein: Was spricht dagegen, es herauszufinden? Wusstet ihr beispielsweise, dass der durchschnittliche Nutzer 5,9 Mal öfter nach unten scrollt als nach oben, was bedeutet, dass Seiteninhalte praktisch "verloren" sind, nachdem sie überscrollt wurden? Weitere Informationen hierzu erhaltet ihr in Jakob Nielsens Untersuchungen zum Scrollen (auf Englisch), in denen er zeigt, dass Nutzer grundsätzlich bereit sind, zu scrollen, dies aber häufig nur mit Einschränkungen tun.

Werft zudem einen Blick auf eure Statistiken. Dabei solltet ihr auf die hohen Absprungraten auf bestimmten Seiten oder die viel zu klein geratenen Aufenthaltszeiten achten.

Zuerst an den Nutzer denken 

Die Einführung eines neuen Webprojekts, etwa einer neuen oder generalüberholten Website, ist der perfekte Zeitpunkt, um bestimmte Fragen zu stellen:
  • Wie könnten Nutzer auf eure Website zugreifen: zu Hause, im Büro, unterwegs? 
  • Wie technikversiert sind die Besucher? 
  • Wie vertraut sind die Nutzer mit den Inhalten eurer Website? 

Die Antworten auf diese Fragen können bei frühen Design-Entscheidungen sehr wertvoll sein.

Wenn Nutzer beispielsweise mit hoher Wahrscheinlichkeit von unterwegs auf die Website zugreifen, könnten sie wenig Zeit dafür haben, die von ihnen benötigten Informationen auf eurer Website zu finden, oder sich in einer Umgebung befinden, die sie ablenkt oder ihnen nur eine langsame Datenverbindung ermöglicht. Daher kommt für dieses Szenario am ehesten ein einfaches, zielgerichtetes Layout infrage. Solltet ihr zudem Inhalte für weniger technikversierte Nutzer bereitstellen, achtet darauf, dass es nicht zu schwierig ist, an die Inhalte zu gelangen. Eine Animation kann eine toller Hingucker sein, aber nur, wenn der Nutzer sie auch zu schätzen weiß und es dadurch nicht erschwert wird, auf die Inhalte zuzugreifen.

Selbst ohne eine Testphase kann die Erstellung eines einfachen Nutzerprofils (Persona) dabei helfen, das Design zum Vorteil der Nutzer zu gestalten. Dabei muss es sich nicht um eine vollständige Biografie handeln, es reichen auch einige grundlegende Bestimmungen zu den Gewohnheitsmustern eurer Nutzer aus.


Einfache Tests 

Tests müssen nicht teuer und aufwändig sein. Ihr könnt beispielsweise eure Freunde und Familie um Unterstützung bitten. Einige Hinweise:
  • Anzahl der Testpersonen: Schon fünf Personen können ausreichen, um häufigen Problemen in euren Layouts und der Navigation auf die Spur zu kommen. In diesem Artikel von Jakob Nielsen (auf Englisch) findet ihr weitere Informationen dazu, warum eine geringe Anzahl an Testpersonen ausreicht. 
  • Auswahl der Tester: Ein gewisses Spektrum an unterschiedlicher technischer Befähigung kann nützlich sein, achtet jedoch darauf, das Augenmerk auf Trends und nicht auf vereinzelte Probleme zu legen. Wenn etwa die Hälfte eurer Tester dasselbe Problem bei der Bedienung hat, handelt es sich dabei höchstwahrscheinlich um ein relevantes Problem. 
  • Testort: Besucht, sofern möglich, die Nutzer zu Hause, und seht dabei zu, wie sie die Website verwenden. Beobachtet, wie die Person sich normalerweise im Web verhält, wenn sie entspannt ist und sich in ihrer vertrauten Umgebung befindet. Ihr könnt auch Remote-Tests durchführen, wenn es euch nicht möglich ist, persönlcih beim Text dabei zu sein. Wir wissen aus guter Quelle, dass sich Google+ Hangouts hervorragend dafür eignen (weitere Informationen zu Google+ Hangouts). 
  • Testverfahren: Definiert auf Grundlage der Ziele eurer Website vier oder fünf einfache Aufgaben, die die Nutzer auf eurer Website durchführen sollen. Bittet eure Tester darum, bei der Durchführung laut zu denken, damit ihr ihre Erfahrungen und Gedankengänge besser verstehen könnt.
  • Testelemente: Einfache Prototypen in Form von klickbaren Bildern und Dokumenten (etwa PDF) oder HTML können zum Testen grundlegender Interaktionen herangezogen werden, sodass keine vollständige Test-Website erstellt werden muss. So könnt ihr verschiedene Navigations- und Layoutoptionen testen und damit vor der Umsetzung herausfinden, wie gut sie funktionieren. 
  • Was nicht getestet werden sollte: Legt euer Augenmerk auf Funktionalität statt grafische Designelemente, da diese häufig subjektiv bewertet werden. Relevantes Feedback zum Design erhaltet ihr nur bei quantitativen Tests mit großen Nutzerzahlen von über 200, außer ihr verwendet zum Beispiel Farben auf eurer Website, die den Inhalt unlesbar machen. Das wäre gutes Feedback. Eine Methode, um gutes Design-Feedback zu erhalten, wäre die Angabe von fünf bis sechs Stichwörtern, aus denen die Nutzer die passendsten auswählen sollen. 

Im Allgemeinen sind einfache Tests am besten dazu geeignet, um herauszufinden, wie gut die Funktionalität der Website ist, also wie leicht Informationen gefunden werden können und wie gut häufige Website-Interaktionen funktionieren.


Erkenntnisse 

Falls ihr euch immer noch nicht sicher seid, ob sich diese Analysen und Tests lohnen, möchten wir euch einige Erkenntnisse präsentieren, die wir nur gewonnen haben, da wir Nutzern bei der Verwendung unserer Seiten zugesehen oder Webzugriffe analysiert haben.

  • Seid vorsichtig, wenn ihr Layouts verwendet, die Inhalte ein-/ausblenden: Wir haben herausgefunden, dass Nutzer oft nicht merkten, dass zusätzliche Inhalte verfügbar waren, wenn Skripts zum Maximieren und Minimieren langer Textpassagen zum Einsatz kamen. Die von JavaScript bereitgestellten Inhalte waren sozusagen "versteckt", wenn der Nutzer etwa mit STRG+F auf der Seite suchte, was oft vorkam.


Drahtmodell des Layouts getestet, komprimierte Inhalte
unten links


Endgültiges Seitendesign mit Ankerlinks oben und den Inhalten
im Hauptteil der Seite

  • Auf Sprache achten: Text in Titeln, Links und auf Schaltflächen ist das erste, was Nutzern ins Auge fällt, wenn sie eine Seite überfliegen. Vermeidet den Text "Weitere Informationen" im Linktext, da Nutzer anscheinend ein Problem damit haben, auf einen Link zu klicken, bei dem sie sich womöglich mit mehr Informationen auseinandersetzen müssen. Verwendet stattdessen eine konkrete Beschreibung des Inhalts, der sich hinter dem Link verbirgt. Achtet dabei darauf, dass der Linktext Sinn ergibt und auch ohne Kontext einfach zu verstehen ist, denn eben danach wird in der Regel Ausschau gehalten. Achtet auf die Sprache und gestaltet Schaltflächentext anschaulich, einladend und interessant. 
  • Seiten bei langsamerer Verbindung testen: Probiert eure Seiten über verschiedene Netzwerke aus, etwa über die WLAN-Verbindung eines Internet-Cafés in der Nähe oder bei einem Freund zu Hause. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn eure Zielgruppe eure Seiten wahrscheinlich über eine Verbindung bei sich zu Hause aufrufen, die nicht so schnell ist wie euer Büronetzwerk. Wir haben in einigen Fällen eine deutliche Verbesserung der CTR und Website-Aufenthaltszeiten beobachtet, nachdem wir geskriptete Animationen einfacher und schneller gestaltet haben. Tipp: Verwendet Page Speed von Google, um die Geschwindigkeit zu testen, wenn ihr keinen Zugang zu langsameren Verbindungen habt. 

Wenn ihr euch also scheinbar in einer ewigen Weiterentwicklungsschleife befindet, könnt ihr in Zukunft Zeit sparen, indem ihr vorher ein wenig Zeit in Nutzerprofile und einfache Tests investiert. So besteht eine bessere Chance, dass ihr den richtigen Ansatz für euer Website-Layout und eure Website-Architektur wählt.

Wir freuen uns sehr über Kommentare von euch: Habt ihr schon Tests zur Website-Benutzerfreundlichkeit gemacht? Wenn ja, wie seid ihr zurecht gekommen und was sind eure einfachen und kostengünstigen Tricks, um das Meiste aus den Tests herauszuholen? 


Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality