Kostenlose Webhosting- Dienste sind meistens etwas sehr Nützliches. Viele von ihnen helfen Webmastern, Kosten zu senken und technische Barrieren zu überwinden. Vielen Neulingen unter den Webmastern ermöglichen sie überhaupt erst den Einstieg in ihr Onlineprojekt. Leider sind diese niedrigeren Barrieren, die eigentlich weniger technisch versierte Nutzer zum Einrichten einer Website ermutigen sollen, auch für zweifelhafte Charaktere wie Spammer leichter zu überwinden. Diese suchen nach günstigen, einfachen Möglichkeiten, Dutzende oder gar Hunderte von Websites einzurichten, die im Web nur wenig oder überhaupt keinen Nutzen darstellen. Unsere Haltung gegenüber automatisch generierten Websites bleibt unverändert: Wenn diese keinen nennenswerten Wertgewinn darstellen, betrachten wir sie als Spam und ergreifen entsprechende Maßnahmen, um zu verhindern, dass unsere Nutzer solche Websites in den Ergebnissen der organischen Suche sehen.

Automatisch generierte Websites wie diese werden als Spam betrachtet.

Wenn auf einem kostenlosen Hosting-Dienst an Spam erinnernde Muster auftauchen, achten wir sehr darauf, dies differenziert zu beurteilen und nur gegen wirkliche Spam-Seiten oder -Websites vorzugehen. Manchmal kommt es jedoch so weit, dass Spammer den kostenlosen Webhosting-Dienst komplett oder größtenteils beherrschen. In solchen Fällen sehen wir uns gezwungen, entschiedene Maßnahmen zum Schutz unserer Nutzer zu ergreifen. Dann kann es dazu kommen, dass wir den Webhosting-Dienst komplett aus unseren Suchergebnissen entfernen. Um dies zu vermeiden, möchten wir die Inhaber kostenloser Webhosting-Dienste unterstützen, indem wir ihnen Tipps dazu geben, wie sie wertvolle Ressourcen wie Bandbreite und Rechenleistung sparen und ihren Hosting-Dienst vor Spammern schützen können:

  • Veröffentlicht eindeutige Richtlinien gegen Missbrauch und teilt sie euren Nutzern mit, etwa bei der Registrierung. So könnt ihr unmissverständlich klarstellen, was ihr als Spam betrachtet.
  • In Anmeldeformularen ist der Einsatz von Captchas (auf Englisch) oder vergleichbaren Verifizierungstools sinnvoll (auf Englisch). So sind nur Anmeldungen von Personen möglich und automatische Skripts werden an der Erstellung zahlreicher Websites auf eurem Hosting-Dienst gehindert. Diese Methoden bieten zwar keinen hundertprozentigen Schutz, halten jedoch viele Übeltäter fern. 
  • Versucht, euren kostenlosen Hosting-Dienst auf andere Signale für Spam zu überwachen, etwa Weiterleitungen, eine große Anzahl von Anzeigenblöcken, bestimmte Spam-Keywords oder große Abschnitte von JavaScript-Code mit Escape-Sequenzen. Wenn ihr eine einfache, kostengünstige Lösung sucht, solltet ihr die site:-Operator-Abfrage oder Google Alerts (auf Englisch) in Betracht ziehen. 
  • Protokolliert Registrierungen und versucht, typische Spam-Muster zu erkennen, beispielsweise die für das Ausfüllen von Formularen aufgewendete Zeit, die Anzahl der vom selben IP-Adressbereich gesendeten Anfragen, während der Registrierung verwendete User-Agents oder über Formulare eingereichte Werte wie Nutzernamen. Auch dies führt nicht immer zu eindeutigen Ergebnissen. 
  • Überprüft eure Webserver-Protokolle auf plötzlich ansteigende Besucherzahlen, insbesondere wenn diese auf einer neu erstellten Website verzeichnet werden, und versucht herauszufinden, warum ihr mehr Bandbreite und Rechenleistung verbraucht. 
  • Überwacht euren kostenlosen Webhosting-Dienst auf Phishing und mit Malware infizierte Seiten. Mit dem Google Safe Browsiführtng API (auf Englisch) könnt ihr zum Beispiel URLs von eurem Dienst regelmäßig testen. Ihr könnt euch auch registrieren, um Benachrichtigungen für euer autonomes System (AS) zu erhalten (auf Englisch).
  • Überlegt euch ein paar Möglichkeiten für eine Statusüberprüfung. Wenn ihr beispielsweise einen kostenlosen, lokalen polnischen Webhosting-Dienst unterhaltet, wie wahrscheinlich ist es dann, dass jemand in Japan über Nacht Tausende neue legitime Website erstellt? Es gibt ein paar hilfreiche Tools für die Erkennung der Sprache neu erstellter Websites, etwa Spracherkennungsbibliotheken oder das Google Translate API v2 (auf Englisch). 

Und zu guter Letzt, wenn ihr einen kostenlosen Webhosting-Dienst betreibt, überwacht eure Dienste unbedingt auf plötzliche Aktivitätszunahmen. Diese können auf einen Spam-Angriff hindeuten.

Weitere Tipps zum Betreiben eines Qualitäts-Hosting-Dienstes findet ihr in unserem vorherigen Post. Registriert eure Website außerdem unbedingt in den Google Webmaster-Tools und bestätigt sie, sodass wir euch gegebenenfalls über Probleme benachrichtigen können.


Autoren: Fili Wiese (Ad Traffic Quality Team) & Kaspar Szymanski (Search Quality Team), (Veröffentlicht von Uli Lutz, Search Quality)