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Matt Cutts antwortet im heutigen Video auf die Frage eines Nutzers, warum Google SEO-Tipps gibt (z.B. unsere Einführung in die Suchmaschinenoptimierung), anstatt mehr Anzeigen zu verkaufen.



Hier ist eine lustige Frage von borislav123 aus Plowdiw. Borislav möchte wissen, warum Google SEO-Spezialisten berät. Das Geschäft von Google besteht darin, Textanzeigen/Werbeflächen zu verkaufen. Daher sind schlecht optimierte Websites das Ziel von Google, oder? Wenn ihr bei Google einen guten SEO-Rat erteilt, ist das dann nicht kontraproduktiv für euer Geschäft?

OK, ich fange wieder von vorne an und versuche das umzuformulieren, was Borislav meiner Meinung nach fragen möchte. Wenn jeder eine wirklich schlechte SEO hätte und nicht den Rang, den er möchte, dann müsste doch jeder Anzeigen kaufen. Wäre das für Google nicht von Vorteil?

Ich denke, das ist eine eher kurzsichtige Betrachtungsweise. Und Google zieht es vor, die Dinge langfristig zu betrachten. Bei Google wurden beispielsweise noch nie Pop-up-Anzeigen angezeigt, obwohl dadurch wohl mehr Geld zu verdienen wäre. Wir wussten jedoch genau, dass Nutzer sich davon gestört fühlen und Google daher nicht mehr so gerne verwenden würden. Deshalb denke ich, Borislav - ich werde mich jetzt kurz mit dir persönlich unterhalten - dass du einen entscheidenden Fehler machst: Du denkst, dass SEO immer schlecht ist. Aber Tatsache ist, dass es auch eine große Anzahl an White Hat-SEO gibt, und das ist für Webmaster sehr wichtig. Sie machen ihre Website leichter zugänglich, damit jeder die Seiten auf ihrer Website finden kann. Sie machen es klar und deutlich und das kann bei der Organisation helfen.

Es gibt also viele Gründe, Websites bei ihrer SEO zu helfen, damit jeder davon profitieren kann. Um auf den Punkt zu kommen: Wenn es dem Web gut geht, geht es auch Google gut. Wir geben uns also Mühe, White Hat-Ratschläge zu erteilen. Wir wollen euch also weder Cloaking beibringen, noch die besten Möglichkeiten aufzeigen, Dinge mit Keywords zu versehen oder so etwas in der Art. Wir möchten nur alle Webmaster unterstützen, die unsere Hilfe brauchen und diese seriös nutzen möchten. Und ich denke, wenn wir Nutzern bei solchen Problemen helfen, wird das Web besser, mehr Menschen werden es nutzen und das ist gut für Google.

Wir sollten also nicht, denken: "OK, wir helfen Websites, einen besseren Rang zu erhalten und deshalb sind keine Anzeigen mehr nötig." Das ist eher eine kurzsichtige Betrachtungsweise. Wir möchten den Nutzern dabei helfen, ihre Erfahrung mit dem Web zu verbessern. Dadurch wird das Web häufiger genutzt, die Nutzer bleiben länger im Web und sind glücklicher. Der Halo-Effekt, der sichtbare Effekt, besteht darin, dass die Nutzer mehr suchen werden und dabei auch einige Male auf die Anzeigen klicken werden. Daher denke ich, dass wir die Dinge langfristig betrachten. Es ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig, zu sagen: "Drückt jeden im Rang herunter, damit Anzeigen gekauft werden müssen." Das entspricht nicht unserer Denkweise bei Google.

Veröffentlicht von Daniela Loesser, Search Quality Team

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Heute erklärt Matt Cutts, was Google von automatisch erzeugtem Content hält und ob es dafür Strafen geben kann.



Die heutige Frage kommt von Steve in Austin, Texas. Ich mag diese Frage, da sie ganz unterhaltsam ist. Steve fragt: "Ist automatisch generierter Content für Google etwas Schlechtes, also Spam? Wenn Google merkt, dass ich nicht urheberrechtlich geschützten Content von anderen Quellen oder Websites über ein WordPress-Plug-in auf meiner Website veröffentliche, gibt es dann irgendwelche Strafen?"

Ich fange mal mit der zweiten Frage an. Ich finde die Formulierung der zweiten Frage etwas problematisch: "wenn ich nicht urheberrechtlich geschützten Content veröffentliche". Zumindest in den USA ist alles, was ein Autor schreibt, urheberrechtlich geschützt. Man muss sich keine offizielle Bestätigung beim Copyright Office holen. Hier steht es. Hier ist der Beweis, dass es urheberrechtlich geschützt ist. In den USA ist man automatisch der Urheberrechtsinhaber, wenn man etwas schreibt, zumindest verstehe ich das so. Ich bin kein Engineer. Das heißt, ich bin ein Engineer. Ich bin kein Jurist, daher seht ihr das vielleicht anders. Aber "wenn ich nicht urheberrechtlich geschützten Content auf meiner Website veröffentliche" und die Formulierung, der Content stamme aus verschiedenen Quellen und Websites über ein WordPress-Plug-in, hört sich das so an wie: "Ich betreibe eine Website voller Keywords, aber ich verrate euch die URL nicht."

Die Antwort auf die Frage lautet also: Es könnten durchaus Strafen verhängt werden. Normalerweise will Google keine mehrfach aufgewärmten Partner- oder RSS-Feeds oder aus anderen Quellen zusammengekratzten Content. Der Mehrwert für die Nutzer muss schon erkennbar sein. Es muss ein Grund ersichtlich sein, warum ein Nutzer diese Seite auswählen soll statt nur zufällig über die Suchergebnisse darauf zu stoßen und dann enttäuscht zu sein. Das ist also die Antwort auf den zweiten Teil der Frage.

Kommen wir nun zum ersten Teil der Frage: Ist automatisch generierter Content für Google etwas Schlechtes? Möglicherweise ja. Angesichts des zweiten Teils der Frage ist es in diesem Fall sogar wahrscheinlich. Aber automatisch generierter Content muss nicht in jedem Fall schlecht sein. Zum Beispiel, die Webergebnisse von Google werden automatisch generiert. Diese sind ziemlich hilfreich und das sieht wohl jeder so. Viele Nutzer kommen täglich zu Google und suchen im Web. Trotzdem sperren wir die automatisch generierten Seiten durch robots.txt-Dateien, damit andere Suchmaschinen und Nutzer sie nicht crawlen und die jeweiligen Suchergebnisse korrumpieren können. Diesen Unterschied würde ich auch zwischen handgeschriebenem Content und automatisch generiertem Content machen.

Vielleicht habt ihr ja schon mal "Pleiten, Pech und Pannen" im Fernsehen gesehen, wo die Leute sich aus Versehen selbst schlagen, hinfallen, auf Springstöcken und Trampolinen turnen und immer irgendwo dagegen knallen, Bäume rammen oder ins Wasser fallen und Ähnliches. Aber wie ich als Kenner dieser Sendung festgestellt habe, gilt folgende Regel: Wenn die Person allein agiert, passiert meist nicht allzu viel. Wenn man seine eigene Kraft einsetzt, zum Beispiel Fahrrad fährt oder sich an ein Seil hängt, nutzt man die eigene Kraft. Damit richtet man meist nicht allzu großen Schaden an. Erst wenn man automatisch generierte Leistung einsetzt, zum Beispiel ein Auto oder Motorrad, dann kann es zu gefährlichen Verletzungen kommen. Wenn die Leute also auf dem Bett herumspringen, herunterfallen und sich den Kopf stoßen, tun sie sich in der Regel nicht allzu sehr weh, da sie aus eigener Kraft nur begrenzt Schaden anrichten können.

Sobald man allerdings Automaten oder irgendwelche Maschinen einschaltet, ist die Wirkung schon viel größer und man kann sich viel mehr weh tun. Muss also automatisch generierter Content etwas Schlechtes sein? Nein. Aber in vielen Fällen kann man sich damit, wenn man nicht aufpasst und ihn nicht überwacht, viel schneller ins Bein schießen, als wenn man nur an seinem Bein herummeißeln und dann aufhören würde, wenn es anfängt, weh zu tun. Ich hoffe, meine Antwort hat euch geholfen und ein wenig veranschaulicht, wie Content generiert werden sollte und wie nicht.

Veröffentlicht von Daniela Loesser, Search Quality Team

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Von 22. bis 24. November findet auch dieses Jahr wieder die Search Engines Strategies Konferenz in Berlin statt. Natürlich ist Google auch dabei und wir sprechen zu folgenden Themen:
  • Jos Meijerhof, Conversion Project Manager, spricht am Dienstag im Panel “So machen Sie Besucher zu Käufern”
  • Patrick Singer, Senior Agency Product Consultant, geht auf “Das Einmaleins des Suchmaschinenmarketings” ein
  • Uli Lutz vom Search Quality Team wird am Mittwoch in der Session "Duplicate Content & Multiple Sites Issues" schließlich Tipps zum Umgang mit Duplicate Content geben
Ich werde ebenfalls anwesend sein. Falls ihr auch auf der SES Berlin seid, heißen wir euch in unseren Sessions willkommen und freuen uns auf viele Unterhaltungen zwischen den Panels!

Post von Jörg Pacher, Search Quality Strategist

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Jeder Internetbenutzer weiß, wie frustrierend es sein kann, wenn man auf einer Seite landet, die in den Suchergebnissen vielversprechend klingt, sich jedoch als nutzlos herausstellt, wenn man sie aufruft. Wir arbeiten hart daran um sicherzustellen, dass unsere Algorithmen so viel Spam wie möglich abfangen. Gelegentlich jedoch schafft es die eine oder andere Spam-Seite, in die Suchergebnisse zu gelangen. Die zahlreichen Spam-Berichte, die uns von aufmerksamen Nutzern, die Spam entdeckt haben, eingesandt werden, wissen wie sehr zu schätzen; diese Berichte helfen uns, unsere Suchergebnisse zu verbessern und sicher zu stellen, dass besonders gute Inhalte dementsprechend honoriert werden. Gute Spam-Berichte schätzen wir deshalb sehr. Im Folgenden seht ihr, wie der Einfluss der von euch eingereichten Spam-Berichte gesteigert werden kann:

Warum sollte man Spam bei Google melden?

Das Search Quality Team bei Google verwendet Spam-Reports als eine Grundlage für konstante Verbesserungen der Qualität der Suchergebnisse, die ein jeder Googlebenutzer zu sehen bekommt. Skalierbare Spam-Bekämpfung und Chancengleichheit für alle Webmaster die mit ihren Seiten um Positionen in den Suchergebnissen buhlen sind uns wichtig. Mit der Einführung von neuen Werkzeugen wie z. B. unserer Chrome-Erweiterung zum Berichten von Webspam, sehen wir einen Anstieg in der Anzahl der eingehenden Spam-Berichte. Wir müssen dem Rechnung tragen und entsprechend angemessene Ressourcen bereitstellen, um die Berichte, die wahrscheinlich am hilfreichsten sind, auszuwerten.

Webspam-Berichte werden danach sortiert wie viel Sichtbarkeit eine potenzielle Spam-Site in unseren Suchergebnissen hat, um uns dabei zu helfen unsere Bemühungen zeitnah auf populäre Sites zu richten. Beispielsweise würden wir die Untersuchung einer Site, die regelmäßig auf der ersten oder zweiten Seite in den Suchergebnissen angezeigt wird, höher priorisieren als die Untersuchung einer Site, die nur wenige Male pro Monat in den Suchergebnissen auftaucht. Der Spam-Report für eine Seite, die so gut wie nie gesehen wird, wird wahrscheinlich nicht so schnell analysiert, wie im Fall einer sehr sichtbaren Seite. Generell verwenden wir Spam-Reports um unsere Algorithmen zu verbessern, so dass wir nicht nur eine bestimmte Website entsprechend bewerten können, sondern auch andere ähnliche Sites. In seltenen Fällen kommt es vor, dass wir zusätzlich eine Website unverzüglich aus dem Index entfernen oder anderweitig aktiv werden.

Welche Sites sollte man melden?

Wir bevorzugen Berichte über Spam-Sites, die unsere Algorithmen übersehen haben. Seiten zu melden, die nicht Spam sind, ist eher eine Zeitverschwendung. Websites, die durch das Formular für Webspam eingereicht wurden, werden ausschließlich auf Spam-Kriterien untersucht. Wenn ihr möchtet, dass Websites aufgrund anderer Ursachen genauer betrachtet werden, solltet ihr uns diese durch die dafür vorgesehen Kanäle melden: z. B. könnt ihr zum entfernen von Inhalten aus dem Google-Index das dafür vorgesehen Tool verwenden; für Sites, die Malware enthalten könnt ihr unser Formular zum Melden von Malware benutzen; wenn ihr bezahlte Links auf Websites findet, könnt ihr uns diese via das Formular für bezahlte Links melden. Wenn ihr Spam behaftete Links für eine Seite melden möchtet, stellt sicher, dass ihr gelesen habt, wie man Linkspam berichtet. Wenn ihr befürchtet, dass jemand eure Inhalte kopiert, haben wir einen anderen Prozess für Urheberrechtsverletzungen. Generell gibt keinen Grund, Websites mit technischen Problemen oder geparkte Domains zu melden, da diese üblicherweise automatisch erfasst werden.

Das Gleiche gilt für die Weiterleitung seriöser Sites von einer Top-Level Domain auf eine andere, z.B. example.com leitet weiter auf example.com/de. Solange der dargestellte Inhalt spamfrei ist, verstößt solch eine Weiterleitung nicht automatisch gegen unsere Richtlinien für Webmaster.


Websites mit sinnlosen Inhalten wie auf dieser Seite, sind höchstwahrscheinlich Spam


Der beste Weg einen sehr guten Spam-Report zu erstellen ist es, die fragliche Website genau mit den Google Richtlinien für Webmaster abzugleichen. Beispielsweise wären folgende Signale gute Gründe um uns auf eine Site mittels des Formulars aufmerksam zu machen:
  • die Cache-Version der Website unterscheidet sich deutlich (meist mit vielen Keywords gespickt) vom Inhalt der tatsächlichen Site
  • man wird auf eine komplett andere Domain, mit abweichenden, häufig kommerziellen Inhalten weitergeleitet
  • die Website ist gefüllt von automatisch erstellten oder Keyword-angereicherten Inhalten, die keinen Sinn ergeben
Dies sind nur einige Beispiele von Spamtechniken, die es sich lohnt zu reporten. Wenn ihr euch nicht sicher seid, diskutiert euer Anliegen auf unserem Hilfeforum mit anderen Forumsteilnehmern und Google-Guides.

Was sollte ein Spam-Report enthalten?

Manche Spam-Reports sind einfacher zu verstehen als andere; ein klarer und gut verständlicher Bericht macht es viel einfacher für uns, das Problem zu analysieren und die angemessenen Maßnahmen zu ergreifen. Hier sind einige Dinge, die dabei beachtet werden sollten:
  • Reicht die URLs der Websites, auf denen ihr Spam gesehen habt ein (nicht nur den Domain-Namen). Dies erleichtert es uns, das Problem auf diesen spezifischen Dokumenten zu verifizieren.
  • Versucht das Problem so klar wie möglich zu spezifizieren indem ihr die bereitgestellten Checkboxen verwendet. Wählt nicht einfach jede einzelne Box aus. Solchen Berichten wird tendenziell weniger Aufmerksamkeit geschenkt.
  • Wenn nur ein Teil einer Website Spam beinhaltet, wenn zum Beispiel Cloaking oder verborgender Text auf einer ansonsten guten Site verwendet wird, liefert bitte eine kurze Erklärung darüber wie nach dem Spam, den ihr bemerkt hat, gesucht werden sollte. Wenn ihr eine Site meldet, die eher minderwertige Backlinks hat als Spam-Inhalte, bitte erwähnt dies ebenso.
Durch das Befolgen dieser Richtlinien werden eure Spam-Reports für uns noch nützlicher und einfacher zu analysieren!

Was geschieht als nächstes?

Nach dem Überprüfen des Berichts (wir möchten natürlich sicherstellen, dass die gemeldeten Sites tatsächlich Spam beinhalten und nicht nur jemandem ein Dorn im Auge sind), kann es eine Weile dauern bis wir unsere Algorithmen aktualisieren und sich Änderungen in den Suchergebnissen bemerkbar machen. Bitte bedenkt, dass es teilweise vorkommen kann, dass unsere Algorithmen diese Methoden bereits angemessen berücksichtigen und zum Beispiel all der verborgene Text oder die getauschten Links von uns ignoriert werden. Den selben Spam-Bericht mehrfach einzureichen ist nicht nötig. Ihr könnt euch sicher sein, dass wir Spam-Reports aktiv überprüfen und bearbeiten und gegebenfalls angemessene Maßnahmen ergreifen, auch wenn die Änderungen nicht sofort für jedermann sichtbar sind.

Mit eurer Hilfe hoffen wir die Qualität und das Fairplay in unseren Suchergebnissen für jeden zu verbessern! Vielen Dank für das weitere Einreichen von Spam-Reports. Solltet ihr irgendwelche Fragen haben, dann postet eure Kommentare gerne hier oder in unserem Hilfeforum.

Post von Kaspar Szymanski, Search Quality Strategist & John Mueller, Webmaster Trends Analyst

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Im Rahmen der Initiative von Google, das Web schneller zu machen, haben wir letztes Jahr "Page Speed" eingeführt, ein Tool, das Entwicklern Vorschläge zur Beschleunigung von Webseiten macht. Die Implementierung dieser Vorschläge ist für Entwickler und Webmaster in der Regel relativ einfach: Die Webserver-Konfiguration, der HTML-Code, JavaScript, CSS und Bilder sollen angepasst werden. Wir möchten dies jetzt noch einfacher machen, sodass für diese Optimierungen idealerweise nur noch ein minimaler Aufwand für die Entwickler oder Webmaster erforderlich ist.

Heute führen wir ein Apache-Modul namens "mod_pagespeed" ein, mit dem viele Geschwindigkeitsoptimierungen automatisch durchgeführt werden. Zunächst stellen wir 15 automatische Optimierungen bereit, die verschiedene Aspekte der Web-Leistung betreffen. So werden u. a. die Cache-Speichervorgänge optimiert und die Client-Server-Roundtrips sowie der Ladeumfang minimiert. "mod_pagespeed" kann die Seitenladezeit um bis zu 50 Prozent reduzieren. Hierbei handelt es sich um einen Durchschnittswert für die von uns getesteten Websites. Das heißt, dass sich die Geschwindigkeit von Websites praktisch verdoppelt und in bestimmten Fällen sogar noch weiter gesteigert werden kann.


Vergleich der AdSense-Blog-Website mit und ohne "mod_pagespeed"

Hier einige einfache Optimierungen, deren manuelle Durchführung sehr aufwendig ist, die von "mod_pagespeed" jedoch im Handumdrehen ausgeführt werden:
  • Änderungen an den von Content Management Systems (CMS) erstellten Seiten, ohne Änderungen an den CMS selbst vornehmen zu müssen
  • Erneute Komprimierung eines Bilds, wenn sich sein HTML-Kontext ändert, sodass nur die erforderlichen Bytes geliefert werden, was normalerweise manuell nur schwer zu optimieren ist, und
  • Verlängerung der Cache-Speicherzeit des Logos und der Bilder eurer Website auf ein Jahr, wobei ihr diese weiterhin jederzeit aktualisieren könnt
Gemeinsam mit Go Daddy arbeiten wir daran, "mod_pagespeed" für einen Großteil seiner 8,5 Millionen Kunden zur Verfügung zu stellen. Warren Adelman, Präsident und COO von Go Daddy, sagt:
"Go Daddy sucht ständig nach Möglichkeiten, um die Nutzerfreundlichkeit zu optimieren. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit Google die Initiative "Make the Web Faster" gegründet. Unsere Entwickler bei Go Daddy haben erheblich kürzere Ladezeiten bei den Websites der Kunden festgestellt, die "mod_pagespeed" und andere Technologien nutzen. Wir möchten die Technologie unseren Kunden baldmöglichst anbieten - nicht nur zu ihrem eigenen Vorteil, sondern auch zum Vorteil der Website-Besucher."
Darüber hinaus arbeiten wir gemeinsam mit Cotendo an der Integration des Kernmoduls von "mod_pagespeed" in ihr Content Delivery Network-Service (CDN).

"mod_pagespeed" ist ein Modul für den Apache-HTTP-Server und wir haben es als Open-Source-Modul für Apache für zahlreiche Linux-Distributionen freigegeben. Ladet "mod_pagespeed" für eure Plattform herunter und teilt uns eure Meinung über die (englischsprachige) Mailingliste des Projekts mit. Wir möchten "mod_pagespeed" gemeinsam mit der Hosting-, Entwickler- und Webmaster-Community weiter verbessern und das Web schneller machen.

Make your websites run faster, automatically -- try mod_pagespeed for Apache (English version)

Richard Rabbat, Produkt-Manager, Initiative "Make the Web Faster" (Veröffentlichung der deutschen Fassung von Jörg Pacher, Search Quality Team)

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Wir sind bei Google bestrebt, unsere Algorithmen laufend weiter zu verbessern, damit die Suchergebnisse relevant und sauber bleiben. Ihr könnt uns dabei unterstützen, indem ihr uns Websites meldet, die gegen unsere Richtlinien für Webmaster verstoßen - mit dem Spam-Bericht-Formular der Webmaster-Tools. Auch wenn ihr nicht immer direkt Veränderungen seht, nehmen wie eure Berichte ernst und nutzen sie für die Feinabstimmung unserer Verfahren. Wir wissen eure Rückmeldungen zu schätzen, denn sie helfen uns, die Integrität unserer Suchergebnisse zu wahren. Bei einigen Spam-Berichten werden wir auch manuell aktiv. Ein kürzlicher Blogpost beschreibt ausführlicher, wie ihr Webspam identifizieren könnt.

Für diejenigen von euch, die regelmäßig Spam melden oder dies gern tun möchten, haben wir jetzt eine Chrome-Erweiterung zum Berichten von Webspam veröffentlicht, die den Ablauf vereinfacht und beschleunigt. Die Erweiterung fügt Suchergebnissen und dem Suchprotokoll “Spam melden”- Links hinzu, die euch direkt zur Spam-Berichtsseite führen und einige der Felder automatisch ausfüllen. Mit der Erweiterung ist ein Spam-Bericht immer nur einen Klick entfernt.

Die Google Webspam Report Chrome-Erweiterung stellt noch weitere Extras zur Verfügung, die beim schnellen Ausfüllen eines Spam-Berichtes helfen:
  • eine Browser-Schaltfläche, um die gerade aktuelle Seite zu melden
  • eine Schaltfläche, um kürzlich durchgeführte Google-Suchen anzuzeigen
  • eine Schaltfläche, um kürzlich besuchte URLs anzuzeigen

Nach wie vor müsst ihr mit eurem Google Account angemeldet sein, um Spam zu melden. Detailliertere Anleitungen und Erklärungen findet ihr in dieser (englischsprachigen) Präsentation und auf der Chrome-Erweiterungen-Galerie, wo ihr auch Feedback und Vorschläge hinterlassen könnt. Wir hoffen, dass ihr diese Erweiterung hilfreich findet und uns weiterhin dabei unterstützt, gegen Spam vorzugehen

Die Erweiterung ist derzeit in 16 Sprachen verfügbar, darunter auch Deutsch. Wenn euer Chrome-Browser auf eine unterstützte Sprache eingestellt ist, wird automatisch die lokalisierte Version benutzt, andernfalls die englische.

Anmerkung: Wir finden Datenschutz wichtig. Die Google Webspam Report Chrome-Erweiterung erlaubt es euch, auf euren persönlichen Chrome-Verlauf zuzugreifen, um so Spam zu melden - sie sendet diese Daten nicht an unsere Server. Den Quellcode der Erweiterung haben wir unter einer Open Source-Lizenz veröffentlicht.

A Chrome extension for reporting webspam (English version)

Post von Manuel Holtz, Support Engineer, Search Quality Team

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In diesem Video beantwortet Matt Cutts die Frage eines Webmasters, dessen Website nicht in den Suchergebnissen aufscheint.



Unsere heutige Frage stammt von Dave Shuts aus Yorkshire in England:

"Ich habe vor 7 Monaten eine Domain gekauft. Die Website, die ich darauf platziert habe, wird immer noch nicht in den Suchergebnissen der Suchmaschine angezeigt. Sie hatte seit 2000 verschiedene Inhaber und wurde von einem Unternehmen in Australien genutzt. Auf ihr wurden damals Anzeigen geschaltet, dann stand sie etwa 4 Jahre bei einem Unternehmen zum Verkauf. Gibt es Probleme mit der Vertrauenswürdigkeit in Google?"

Also, Dave, ich denke, die Antwort auf deine Frage ist "Ja". Wenn ihr eine Domain seit 7 Monaten besitzt und sie in Google gar nicht angezeigt wird, wenn ihr danach sucht, womöglich sogar nach der genauen URL, z. B. www.example.com, können wir im Allgemeinen davon ausgehen, dass die Domain in Google nicht als vertrauenswürdig angesehen wird.

Vielleicht handelt es sich auch um einen "esoterischen" Ländercode. Wir haben Probleme, Links zu ihr zu finden. Solltet ihr aber Links kennen, die auf die Domain verweisen, und sie wird trotzdem noch nach 7 Monaten nicht angezeigt, stimmt da vermutlich etwas nicht.

Tun wir doch einmal so, als wären wir Spammer. Wir sind jetzt also Bösewichte. Was machen wir also? Wir kaufen eine Domain. Wir nutzen sie so gut aus wie möglich, bis sie völlig ruiniert ist und keine Suchmaschine sie noch als vertrauenswürdig einstuft.

Wenn wir richtig fies sind, verkaufen wir die Domain dann an eine nichts ahnende, unschuldige Person. Was ihr also unbedingt tun müsst, wenn ihr den Kauf einer Domain erwägt, ist Nachforschungen betreiben.

Ihr könnt auf archive.org nachsehen, ob die Domain vielleicht mal eine Porno-Domain war oder ob jemand ihr Inhaber war, der sie zu Spam-Zwecken genutzt hat.
Ihr könnt auch in Google nach der Domain suchen. Wird sie in Google überhaupt nicht angezeigt, kann dies gute Gründe haben.

Vielleicht hat jemand sie mit "noindex" oder einer robots.txt blockiert. Falls sie aber gar nicht erwähnt wird und die URL in keiner Weise bzw. Form angezeigt wird, kann dies ein Hinweis sein, dass sie mit Vorsicht zu genießen ist. Bevor ihr also eine Domain kauft, die eine abenteuerliche Vergangenheit hat oder vermuten lässt, dass sie zu Spam-Zwecken genutzt wurde, seht nach, ob sie in Google angezeigt wird. Wenn ihr dann an einen Spammer geratet, muss er sich nach jemand anderem umsehen, den er ausnutzen kann.

Veröffentlich von Jörg Pacher, Search Quality Team

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Eine einzelne qualitativ hochwertige Website zu betreiben, kann sowohl zeit- als auch ressourcenintensiv sein, ganz zu schweigen von der Kreativität die es braucht um eine großartige Site zu haben. Besonders wenn es um recht kommerzielle Themen wie Online-Glücksspiel oder private Krankenversicherungen geht, stellen wir fest, dass einige Webmaster um die Sichtbarkeit in den Google-Suchergebnissen buhlen, indem sie eine große Anzahl von Websites zum gleichen Thema erstellen. Wenn man solch eine Strategie verfolgt, gibt es ein paar Dinge, die berücksichtigt werden sollten, wenn man möchte, dass diese Websites in unseren Suchergebnissen gelistet werden.

Einige weniger kreative Webmaster oder diejenigen mit wenig Zeit, jedoch mit ausreichenden Mitteln zur Hand, könnten dazu verleitet sein, eine Vielzahl ähnlicher Sites zu erstellen ohne diese jedoch mit einzigartigen Information zu füllen. Aus Sicht des Nutzers können solche sich wiederholenden Websites ein schlechtes Ergebnis darstellen, wenn sie in den Suchergebnissen sichtbar sind. Glücklicherweise wurden unsere Algorithmen mit der Zeit ziemlich gut im Erkennen von ähnlichen Inhalten, so dass wir in der Lage sind, unseren Nutzern eine vielfältige Breite an Information zu bieten. Wir empfehlen euch, nicht wie eben beschrieben, lauter ähnliche Websites zu erstellen; dies ist keine gute Verwendung eurer Zeit und eurer Ressourcen.


Wenn alle eure Websites das gleiche anbieten, besteht die Gefahr dass sie keinen Mehrwert für Nutzer darstellen

Die Anzahl der Sites, die ihr betreiben wollt, ist natürlich euch überlassen. Trotzdem solltet ihr bedenken, dass die Nutzer bevorzugt einzigartige und überzeugende Inhalte sehen wollen. Es ist wichtig, jede Site mit eigenem Inhalt und eigenen Funktionen auszustatten und ihnen damit Individualität zu verleihen. Dies gilt für jede Website - sei es eine kleine Hobby-Site oder ein aufwändig ausgebautes Portal. Beim Erstellen einer Website solltet ihr versuchen, das Internet um neue Inhalte oder Anwendungen zu bereichern; bietet etwas an, was Nutzer noch nie zuvor gesehen haben, etwas inspirierendes und faszinierendes, etwas, was sie unbedingt ihren Freunden empfehlen wollen.

Wenn euch eine Idee für eine Website einfällt, solltet ihr das Internet zunächst mal danach durchsuchen. Es gibt viele Websites, die sich mit üblichen und beliebten Themen wie z. B. Urlaubsbuchung, Preis- oder Produktvergleich beschäftigen. Es macht wenig Sinn, das Rad regelmäßig neu zu erfinden und mit bereits existierenden, themenspezifischen Websites zu konkurrieren. Dafür ist es oft umso praktischer und lohnenswerter, sich mehr auf kleinere Themen oder bestimmte Nischen zu konzentrieren - dort, wo euer Wissen am größten ist und der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Nutzer weniger hart zu sein scheint.

Einige wenige Webmaster setzen alles auf eine Domain, nutzen aber ihr Domain-Portfolio indem sie eine Vielzahl von kleineren Sites erstellen, die auf die Haupt-Domain verlinken. Manchmal können diese Websites als Brückenseiten oder sog. Doorways wahrgenommen werden. Ohne jeden Mehrwert ist es unwahrscheinlich, dass solche Doorways auf längere Zeit in unseren Suchergebnissen sichtbar sein werden. Wenn ihr mehrere Domains registriert habt, euch jedoch nur auf ein Thema fokussieren wollt, empfehlen wir euch originelle und hochwertige Inhalte für jede Domain zu erstellen oder einfach alle Nutzer durch eine 301-Weiterleitung auf eure bevorzugte Domain weiterzuleiten. Betrachtet eure Web-Aktivitäten wie als wäre es ein Restaurant: Jedes einzelne Gericht sollte die hohe Qualität der Dienstleistung widerspiegeln; eine Speisekarte mit sich ständig wiederholenden Gerichten wird wohl kaum zum Erfolg des Restaurants beitragen. Es ist wichtig, die eigenen Stärken und Besonderheiten zu erkennen und diese zu kommunizieren. Stellt euch am besten die folgenden Fragen: Was macht euch besser als die Konkurrenz? Welchen neue Dienstleistung bietet ihr, die andere nicht anbieten? Was macht eure Sites einzigartig und interessant genug, so dass Nutzer sie immer wieder besuchen, sie verlinken oder sogar Freunden empfehlen?

Wir empfehlen, sich nicht allzu weitgefächert zu positionieren. Es kann sich als schwierig erweisen, gleichzeitig mehrere Sites zu pflegen und für frische und hochwertige Inhalte zu sorgen. Es ist ist meist besser, eine oder wenige, gute Sites zu haben als eine Vielzahl von kleinen, inhaltsarmen Websites zu betreiben. Wie immer freuen wir uns auf eure Kommentare zu diesem Post sowie auf die Diskussion mit euch auf unserem Forum für Webmaster.

Post von Tomer Honen und Kaspar Szymanski, Google Search Quality Team