Donnerstag, 30. September 2010

Neue Möglichkeiten zur Anzeige von Webmaster-Tools-Nachrichten

Es gibt nun eine neue Möglichkeit, mit der ihr nur die Nachrichten für eine bestimmte Website anzeigen könnt. Auf allen Seiten einer Website steht eine neue Nachrichtenfunktion zur Verfügung. Die Funktion ähnelt dem Nachrichten-Center auf der Startseite, mit dem Unterschied, dass nur Nachrichten für die aktuell ausgewählte Website angezeigt werden. Hierdurch könnt ihr flexibler auswählen, wie ihr eure Nachrichten anzeigen möchtet: entweder für alle eure Websites oder nur für jeweils eine Website.



Alerts (früher Benachrichtungen oder Nachrichten) haben nun im Nachrichten-Center einen höheren Stellenwert. In diesen Nachrichten werdet ihr über gravierende Veränderungen informiert, die wir in Bezug auf eure Website festgestellt haben und die unter Umständen auf schwerwiegende Probleme hinweisen können. Zum Beispiel können euch Alerts auf eine Zunahme an Crawling-Fehlern, eine Zunahme an 404-Fehlern oder auf mögliche Systemausfälle aufmerksam machen. Mit dieser Verbesserung geht auch eine Namensänderung einher: "SiteNotice-Nachrichten" heißen von nun an einfach "Alerts".

Nachrichten, die Alerts enthalten, sind mit einem Symbol gekennzeichnet, damit sie schnell von anderen Nachrichten zu unterscheiden sind. Auf dem Dashboard der einzelnen Websites wird eine Benachrichtigung eingeblendet, sobald auf der Website ungelesene Alerts vorhanden sind. Die Dashboard-Benachrichtigung führt zum neuen Website-Nachrichten-Center, wo aufgrund eines aktivierten Filters nur Alerts für die aktuelle Website angezeigt werden.



Ihr könnt den Alerts-Filter auch selbst aktivieren. Wenn ihr auf der Startseite den Alerts-Filter für alle eure Websites aktiviert, könnt ihr alle Alerts anzeigen, die ihr eventuell übersehen habt, und auf diese Weise Probleme erkennen, die auf mehreren Websites auftreten. Am besten nutzt ihr die E-Mail-Weiterleitungsfunktion, damit ihr diese wichtigen Alerts erhaltet, ohne Webmaster-Tools aufrufen zu müssen.

Wir hoffen, dass ihr eure Nachrichten mithilfe dieser neuen Funktionen besser verwalten könnt. Falls ihr noch Fragen habt, postet sie bitte im Webmaster-Forum oder fügt unten einen Kommentar ein.

New ways to view Webmaster Tools messages (English version)

Post von Steve Geluso, Software Engineering Intern (Veröffentlicht von Jörg Pacher, Search Quality Team)

Mittwoch, 29. September 2010

Einführung in Suchmaschinenoptimierung: Eine überarbeitete Fassung

Inzwischen ist es fast zwei Jahre her, dass wir unseren ersten SEO-Starter-Guide veröffentlicht und in 40 Sprachen übersetzt haben.

Wir sind sehr froh darüber, heute eine neue Fassung mit mehr Inhalt und Beispielen vorstellen zu können.

Folgendes ist neu:
  • Ein Glossar mit Begriffserklärungen zum Guide
  • Mehr Bilder zu den Beispielen um den Inhalt verständlicher zu machen
  • Optimierung für Mobilgeräte
  • Der Versuch uns noch exakter auszudrücken

Vielleicht erinnert ihr euch ja noch Dank des Das erste Date mit Googlebot-Posts daran, wie Googlebot aussieht. In dieser neuen Fassung der Einführung in Suchmaschinenoptimierung, kehrt Googlebot zurück um euch einige zusätzliche SEO-Tipps zu verraten.

Ihr könnt die neue englische Fassung hier runterladen [PDF]. Macht einen Eindruck bei euren Freunden, indem ihr einen Ausdruck davon am Couchtisch liegen lässt. :)



Googlebot

Montag, 27. September 2010

Prüfung des Keyword-Rankings für die eigene Website?

Heute erklärt Matt Cutts, wie man seiner Ansicht nach am besten die Prüfung des Rankings für bestimmte Wörter und Wortgruppen angeht.



Die heutige Frage kommt von Tommo aus London. Tommo möchte wissen: "Wie kann ich am besten die Keyword-Rankings für meine eigene Website prüfen? Wenn ich z. B. ein Targeting für eine neue Wortgruppe durchführen und deren Ranking-Status prüfen möchte: Wie gehe ich vor? Soll ich einfach eine Google-Suche durchführen und durch die Ergebnisse scrollen?"

Okay Tommo, ich möchte hierbei auf etwas hinweisen. Einerseits ist es tatsächlich die beste Methode, eine Suche durchzuführen und sich die Ergebnisse anzusehen. Das ist die kurze Antwort. Die lange Antwort ist, dass ihr das nicht tun solltet. Dies ist der falsche Ansatz für SEO.

Betrachtet es mal aus einer anderen Perspektive. Statt sich auf einen oder zwei spezifische Erfolgssätze zu konzentrieren, solltet ihr an die komplette Serie der verschiedenen Wortgruppen denken, die Besucher zu euch leiten. Und statt deren Ranking zu prüfen, seht euch eure Serverprotokolle an. Dort könnt ihr sehen, welche Wortgruppen die Nutzer bereits in der Suche verwenden, um eure Website zu finden. Immer wenn wir AJAX-APIs oder die AJAX-Websuche verwenden, zeigen wir sogar - als URL-Paramater - einige der Platzierungen in den Ergebnissen. So könnt ihr sehen: "Aha, diese Person ist auf Rang 12 oder diese Person ist auf Rang 5." Ihr könnt also anhand eurer Serverprotokolle erkennen, welche Wortgruppen ihr optimieren solltet, statt nur euren Erfolgsgeschichten hinterherzujagen.

Daneben gibt es weitere Möglichkeiten. Neben euren Serverprotokollen solltet ihr euch immer die Conversion-Raten ansehen. Immer, wenn Besucher auf eure Website gelangen, stellt sich die Frage, wie oft sie zu Käufern werden (oder was immer euer Ziel ist). Dabei müssen viele verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, unter anderem eurer Return on Investment, ob ihr Anzeigen kauft, oder wie stark das Snippet die Nutzer zum Klicken anregt. Wie stark regt der Titel die Nutzer zum Klicken an? Ist dies wirklich nützlich für die Besucher?

Ich plädiere für eine ganz neue Betrachtungsweise des Rankings. Sagt nicht einfach: "Ich möchte prüfen, wie ich für diese oder jene Wortgruppe abschneide." Betrachtet stattdessen die Gesamtkonstellation der eingestuften Wortgruppen in euren Serverprotokollen. Egal, ob ihr euch Google Analytics oder eure Protokolle anseht, stellt euch die Frage: "Wie kann ich die Wortgruppen optimieren, die bereits im Ranking sind?" Überprüft auch, wie die Conversion-Rate ausfällt. Wie könnt ihr eure profitabelsten Produkte direkt auf die Stammseite bringen, sodass Nutzer sie finden?

Konzentriert euch bitte nicht nur auf eure Rankings. Betrachtet nicht nur eine kleine Anzahl an Wortgruppen. Achtet auf das Gesamtbild und versucht, eure Anstrengung auf die Optimierung des Ganzen zu richten. Welchen Wert bietet ihr euren Nutzern, sodass ihr so viel Geld wie möglich verdient bzw. so viel wie möglich von dem erreicht, was euer Ziel ist (z. B. Aboverlängerungen). Achtet auf die gesamte Pipeline und fragt euch nicht nur: "Wie schneidet diese oder jene Wortgruppe ab?" Denn wenn ihr das Ganze aus einer umfassenderen Perspektive betrachtet, stellt ihr sicher, dass ihr keine Dinge vergesst, die viel mehr Beachtung wert sind und euch viel mehr einbringen können als das Ranking von ein paar Wortgruppen. Viel Glück.

Veröffentlicht von Daniela Loesser, Search Quality Team

Donnerstag, 23. September 2010

Ist nofollow für interne Links schädlich oder hilfreich?

Habt ihr euch schon Gedanken gemacht, ob und wie ihr "nofollow" bei euren internen Links einsetzen solltet? Matt Cutts erklärt im heutige Video-Post, was er von internen Links mit "nofollow" hält.



Roland aus Bangkok fragt: "Nofollow für interne Links: Ist dies eher schädlich oder hilfreich? Ich habe verschiedene Aussagen von Matt gelesen. Wie lautet die aktuelle Empfehlung?"

Meine Aussagen zu diesem Thema waren eigentlich ziemlich konsistent. Meiner Meinung nach ist dies normalerweise Zeitverschwendung. Es ist ein Second-Order-Effekt und es ist besser, neuen Content zu erstellen, der Links erhält, als sich darüber Sorgen zu machen, wie der PageRank innerhalb der eigenen Website beschränkt werden kann.

Meine Ansicht ist klar: Ich würde "nofollow" nicht für interne Links verwenden. Der Grund ist, dass der PageRank die Website basierend auf den Links durchläuft, die sich auf eurer Website befinden. Wenn ihr "nofollow" zu euren internen Links hinzufügt, fallen eure Links aus der Linkgrafik heraus. Sie leiten keinen PageRank mehr weiter. Der PageRank kann sich nicht mehr auf eurer Website bewegen, sondern ein Teil davon verschwindet plötzlich. Für die Links innerhalb eurer Website würde ich darum fast immer empfehlen, den PageRank nicht einzuschränken und "nofollow" nicht zu verwenden.

Es kann sehr spezifische Situationen geben, in denen bestimmte Seiten nicht gecrawlt werden sollen, wie etwa die Anmeldeseite. Wenn ihr z. B. von TripAdvisor, Orbitz oder Expedia seid, möchtet ihr vielleicht nicht, dass der Googlebot eure Anmeldeseite crawlt, da er sich dort nicht anmelden kann. Aber selbst dann ist es meistens kein Problem, wenn diese Seite in den Suchergebnissen vorhanden ist. Es ist auch nicht schlimm, wenn die Datenschutz- oder die Infoseite angezeigt werden.

In den allermeisten Fällen würde ich sagen: "Fügt 'nofollow' nicht zu internen Links hinzu." Lasst den PageRank eure Website durchlaufen. Wenn ihr die Architektur eurer Website ändern und einige Teile näher an die Route bringen möchtet, sodass es weniger Links gibt bzw. mehr PageRank ankommt, dann ist das eine gute Möglichkeit, den PageRank-Fluss innerhalb eurer Website zu verändern. Ich würde "nofollow" nicht verwenden, da ich glaube, dass es mehr Nachteile als Vorteile hat.

Veröffentlicht von Daniela Loesser, Search Quality Team

Montag, 20. September 2010

Video-XML-Sitemaps: Ist euer Video Teil einer Galerie?

In vielen Fällen verfügt eine Website, die Videos hostet, über eine Seite auf oberster Ebene, auf der konzeptionell ähnliche Videos zusammengefasst sind. Eine derartige Seite kann für einen Nutzer, der Suchanfragen zu diesem Thema stellt, von Interesse sein. Auf Websites mit zahlreichen Videos zu einem einzelnen Thema können diese Videos auf einer Seite auf oberster Ebene, häufig auch Galerie genannt, zusammengefasst werden. Dies hilft den Nutzern, genau das zu finden, wonach sie suchen. In diesem Fall könnt ihr Google mithilfe einer XML-Sitemap die URL der Galerieseite mitteilen, auf der die einzelnen Videos angezeigt werden.



Ihr könnt die URL der Galerieebenenseite mithilfe des optionalen Tags <video:gallery_loc> für jedes einzelne Video angeben. Allerdings ist nur ein "gallery_loc"-Tag pro Video zulässig.

Weitere Informationen zu Google Videos einschließlich XML-Sitemap-Spezifikationen findet ihr in der Google Webmaster-Tools-Hilfe. Habt ihr Fragen und sucht Antworten erhaltet ihr die am besten im Webmaster-Forum.

Video Sitemaps: Is your video part of a gallery? (English version)

Post von Nelson Lee, Product Manager Video Search (Veröffentlicht von Jörg Pacher, Search Quality Team)

Dienstag, 14. September 2010

Eine Übersicht zum Produktsupport: Websuche, Chrome und Analytics

Wir erhalten regelmäßig über unseren Blog oder das Webmaster-Forum Fragen, die nicht auf unseren Kommunikationskanälen für Webmaster, sondern auf anderen Google-Produktsupport-Plattformen diskutiert werden. Diese Plattformen könnten unseren Besuchern als Informationsquellen vielleicht unbekannt sein.

Unser deutscher Google-Produkt-Kompass liefert hierzu eine gute produktübergreifende Einführung. Hier informieren wir euch über aktuelle Entwicklungen rund um unsere Tools und was aktuell rund um Google geschieht. Wer lieber kurze und schnelle Updates bevorzugt, könnte an unserem Google-Deutschland-Twitter Account Gefallen finden.

Im ersten Teil der Serie werden wir uns mit mit dem Thema Web-Recherche und Webanalyse beschäftigen. Dazu schauen wir uns die Websuche, den Webbrowser Chrome und unser Traffic-Analysetool Google Analytics an.

Websuche - Das Tor zu den Informationen dieser Welt

Das Eingangstor zur Hilfe zu jedem Google Produkt ist das Help Center.



Im Falle der Websuche bündelt es das Wissen von Google rund um die Eigenschaften und Funktionen des Search-Engine in Form von Hilfeartikeln. Diese basieren auf Antworten auf Fragen von Benutzern und unseren Erfahrungen.

Unsere Benutzer fragen sich beispielsweise für welche Suchanfragen Google zeitsparende Such-Shortcuts zur Verfügung stellt. Ihr findet die Antwort wenn ihr einen Blick in den Artikelbereich “Suchfunktionen” werft.

Außerdem verlinkt das Help Center über den Produktkompass zum offiziellen englischsprachigen Google Blog sowie auf das Forum zur Websuche, wo vielleicht die eine oder andere Frage von euch bereits diskutiert wird.

Im offiziellen Google Blog könnten Posts, welche mit “Search” und “This week in Search” gelabelt sind, für unsere Webmaster interessant sein. Hier halten wir euch regelmäßig über die Entwicklung der Google Search-Engine auf dem Laufenden. Als Beispiel möchten wir auf einen aktuellen Post unserer Direktorin für das Search-Produktmanagement Johanna Wright aufmerksam machen in welchem sie die neuesten Verbesserungen in der Blogsuche vorstellt.

Chrome - Der schnellste Weg durch den Informationsdschungel

Chrome unterstützt Mac OS, Windows und Linux. Um der stetig wachsenden Zahl von Userfragen rund um Chrome gerecht zu werden, haben wir uns dazu entschieden, Diskussionsplattformen wie etwa die Facebook-Fan-Seite außerhalb von Google zu unterstützen. Unser Browser wird ständig weiterentwickelt und verbessert. Uns bekannte Probleme und Lösungen listen wir in einem eigenen Bereich des englischsprachigem Chrome Help Centers auf. Das Help-Center selbst existiert natürlich auch auf Deutsch.
Über die neuesten Entwicklungen informiert Google auf dem offiziellen englischsprachigem Chrome Blog, welcher von einem deutschsprachigem YouTube Channel begleitet wird.



Wer es simpel mag und lediglich über aktuelle Releases auf dem neuesten Stand sein möchte, dürfte an unserem Release Blog Gefallen finden. Möchtet ihr hingegen an der Weiterentwicklung von Chrome selbst mitwirken, empfehlen wir euch, auf unserer Chromium Projektseite vorbeizuschauen.

Chrome ist als offener Browser konzipiert, welcher seinen Funktionsumfang im Wesentlichen durch Extensions erweitert. Um den Überblick über diese zahlreichen Erweiterungen nicht zu verlieren, stellen wir euch eine Plattform bereit, auf der ihr beliebte Extensions findet und nach neuen suchen könnt. Unseren Webmastern empfehlen wir z.B. einen Blick auf die Chrome SEO Extension zu werfen.

Analytics - Untersucht eure Präsenz im Web

Google Analytics ist ein wichtiges Tool für die Betreiber von Webseiten, um deren Traffic zu untersuchen. Ausgehend von der Startpage habt ihr Zugriff auf den von Analytics unterstützen deutschsprachigen Conversion Room Blog, wo ihr u.a. herausfinden könnt, wie Ihr eure Conversion Rate durch die Benutzung von Analytics steigern könnt. Dies ist besonders für die User unter euch interessant, deren Online-Shop den Showroom für eure Produkte darstellt.

Über das englischsprachige Analytics Help Center gelangt ihr in die ebenfalls im Moment nur englischsprachige Conversion University. Das Help-Center selbst existiert natürlich auch auf Deutsch.



In der Conversion University geben wir euch detaillierte Step-by-Step-Einführungen in die Funktionalität unseres Tools. Wir erklären hier alle wichtigen Funktionen in Form von kommentierten aufbereiteten Schulungspräsentationen. Euer neu erworbenes Wissen könnt Ihr anschließend im Testing Center der University prüfen.

Abschließend möchten wir noch auf den Analytics Channel auf YouTube hinweisen. Schnelle und kurze Updates gibt es zusätzlich täglich via Twitter.

Bei weiteren Fragen zu unseren Produkten freuen wir uns auf euren Besuch im Forum zur Websuche, zu Chrome, Analytics (nur auf Englisch) oder natürlich in unserem Webmaster-Forum.

Post von Christian Neike, Search Quality Team

Montag, 13. September 2010

Neues vom Forum für Webmaster

In unserem Forum für Webmaster finden viele User Antworten auf Fragen zu den Themen Crawling, Ranking, Indexierung, unsere Webmaster-Tools und vieles mehr!
Die Stars des Forums sind die Top-Beitragenden, die mit viel Fachkenntnis und Hilfsbereitschaft anderen Webmastern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Unsere “alteingesessenen” Top-Beitragenden luzie, theylmdl, Phantastor und uzimmi haben jetzt Verstärkung bekommen: Gantea und Alter Falter!

Hier stellen sich die beiden kurz vor:


Gantea

Hallöchen, ich bin Gantea. Ich spreche ganz gut HTML und CSS, kann JavaScript und PHP für den Hausgebrauch und habe mir für viel Geld beibringen lassen, wie man in Flash/ActionScript programmiert. Ich finde es klasse, wenn sich Leute hinsetzen und versuchen eine eigene Webseite zu erstellen - besonders, wenn die Leute tolle Ideen haben. In diesen (und anderen) Fällen gebe ich gerne Tipps und meine persönlichen Erfahrungen weiter. Ab und zu bin ich vielleicht etwas direkt. Das sollte euch aber nicht abschrecken, denn das ist nie persönlich gemeint. Ihr findet mich übrigens nicht nur im Webmaster-, sondern auch noch im Blogger- und im AdSense-Forum.


Stefan (Alter Falter)


Bank- und Diplomkaufmann und Google-Fanboy. Die letzten 12 Jahre war ich im Internet-Customer-Support der Dresdner Bank tätig, zuletzt als Supervisor. Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Das grafische Internet kenne ich seit Anbeginn, mein erster Browser war der NCSA Mosaic.


Herzlichen Glückwunsch an die beiden! Und auch herzlichen Dank an alle anderen Forumsmitglieder, die mitgeholfen haben, eine so tolle Community aufzubauen!

Post von Uli Lutz, Search Quality Team

Donnerstag, 9. September 2010

Google Instant und die Auswirkungen auf die Suchergebnisse

Ihr habt wahrscheinlich schon von Google Instant gehört. Als Webmaster fragt ihr euch wahrscheinlich, ob diese Änderung an den Suchergebnissen auch auf eure Website Auswirkungen haben könnte.

Tatsächlich könnten euch aufgrund von Google Instant einige Veränderungen in euren Daten zu Suchanfragen auffallen. Mit Google Instant lädt die Seite dynamisch neu, um Ergebnisse für den ersten Vorschlag der Autovervollständigung zur Eingabe des Users zu liefern. Das bedeutet, dass User eure Website viel schneller sehen und besuchen können als vorher - oft sogar ohne den Suche-Button zu klicken oder “Enter” zu drücken.



Während sich die Darstellung der Suchergebnisse vielleicht verändert, bleibt unser wichtigster Rat an Webmaster derselbe: User wollen Sites mit interessanten Inhalten und guter Benutzerfreundlichkeit besuchen.

Mit Google Instant könntet ihr einen Anstieg der User-Impressionen beobachten, da eure Site in den Suchergebnissen auftaucht, während der User tippt.



Impressionen werden mit Google Instant auf dreifache Weise gemessen:

  1. Eure Seite wird in den Suchergebnissen als Antwort auf eine komplette Suchanfrage durch den User (z.B. durch das Drücken der “Enter”-Taste oder die Auswahl eines Begriffs aus der Autovervollständigung) angezeigt. Das ist das bekannte Model.

  2. Mit Google Instant messen wir auch Impressionen in den folgenden, neuen Fällen:

  3. Der User fängt an, einen Suchbegriff zu tippen und klickt dann auf einen Link auf der Seite, z.B. ein Suchergebniss, eine Anzeige oder einen verwandten Suchbegriff.

  4. Der User hört auf zu tippen und die Ergebnisse werden für mindestens drei Sekunden gezeigt.


Sagen wir zum Beispiel, eure Website wird häufig für [hotels] und [hotels in santa cruz] gezeigt. Jetzt, da Google Instant Suchergebnisse während des Tippens abfragt, könnte der User eure Site in der Suchergebnissen für [hotels] sehen, nachdem er nur [hote] getippt hat. Wenn ein User den unvollständigen Suchbegriff [hote] eingibt und dann auf irgendein Ergebnis auf der Seite für [hotels] klickt, zählt das für eure Site als Impression. Diese Impression wird dann in den Webmaster-Tools für den Suchbegriff [hotels] auftauchen. Der Begriff “hotels” würde dann auch im HTTP-Referrer erscheinen, wenn ein User klickt, um eure Site zu besuchen.

Es ist wahrscheinlich, dass eure Site weiterhin Impressionen für Suchanfragen wie [hotels in santa cruz] erhält, aber ihr könntet auch einen Anstieg für kürzere Suchen sehen, weil Google Instant den Usern hilft, schneller Ergebnisse zu finden.

Lasst uns wissen, wie wir euch helfen können zu verstehen, wie sich diese Veränderungen auf die Webmaster-Tools, gemessene Suchanfragen und Impressionen, CTR oder anderes auswirkt. Wir warten auf eure Kommentare im Blog und dem Webmaster-Forum.

Post von Doantam Phan, Instant Search Team (Übersetzung von Daniela Loesser, Search Quality Team)

Dienstag, 7. September 2010

Brauchen wir einen Meta-Tag für 'negative Keywords'?

Im folgenden Video sieht sich Matt Cutts mit einer eher ungewöhnlichen Frage konfrontiert: Was ist, wenn man für bestimmte Keywords nicht ranken möchte?



Okay, eine interessante Frage kommt von Tiggerito aus Adelaide, Australien. Tiggeritos Frage: "Ich arbeite für ein Waisenhaus, dessen Website bei den Suchergebnissen für 'girls in bathrooms' angezeigt wird, weil wir einen Artikel über die Renovierung der Mädchenbäder haben.

Wie findet ihr die Idee eines negativen Keyword-Meta-Tags
zum Blockieren irrelevanter Suchanfragen?"

Eine sehr gute Frage. Ich denke, die meisten Leute möchten den Suchmaschinen eher nicht sagen: "Oh nein, ihr verschafft mir zu viele Zugriffe. Ich möchte nicht, dass ihr mir so viele Nutzer und Besucher sendet."

Ehrlich gesagt, erhalten wir solche Anfragen nicht sehr oft. Ich kann mich an keine Anfrage dieser Art erinnern. Wir müssen Prioritäten in Bezug auf die Engineering-Ressourcen setzen. Und selbst wenn wir ein negatives Keyword-Meta-Tag einführen würden, müssten wir dies bei jeder Veröffentlichung neuer Indexierungscodes oder
Crawlingmethoden weiter unterstützen.

Wir versuchen deshalb, nachhaltig zu denken und nicht nur immer mehr Funktionen einzuführen, da wir einfach nicht unzählige Funktionen unterstützen können, die nur selten verwendet werden.

Ich denke, dass hier ein Fehler bei unserem Ranking vorliegt. Wir müssen sicherstellen, dass "girls in bathrooms" relevante Ergebnisse zurückgibt. Ich bin nicht sicher, wie ein Ergebnis von hoher Qualität und echtem Nutzen aussehen würde, das hängt wohl von der Intention des Nutzers ab.

Dies ist jedoch ein Problem, bei dem wir sagen können: "Okay, was müssen wir tun, um Suchergebnisse von höherer Qualität bzw. größerem Nutzen zu liefern?"

Wir danke für die Meldung, aber wir wurden einfach noch nicht oft genug gebeten: "Bitte sendet mir keine Besucher. Ich möchte bei dieser Wortgruppe nicht angezeigt werden."

Bei vielen solcher Anfragen könnten wir sie evtl. berücksichtigen. Es könnte jedoch seltsam sein, wenn jemand sagt: "Ich will nicht, dass mein Restaurant bei der Suche nach schlechten Restaurants angezeigt wird." Wir glauben, es ist am besten, wenn Google die Suchergebnisse einstuft. Dann können wir unsere Algorithmen verbessern, aber ich denke nicht, dass wir so bald ein negatives Keyword-Meta-Tag anbieten werden.

Veröffentlicht von Jörg Pacher, Search Quality Team

Freitag, 3. September 2010

SVG-Dateien in den Google-Suchergebnissen

Seit kurzem könnt ihr mit der Google-Suche nach SVG-Dokumenten suchen. SVG ist ein offenes, XML-basiertes Format für Vektorgrafiken, das interaktive Elemente unterstützt. Wir sind große Anhänger von offenen Standards und unser Ziel ist es, die weltweit verfügbaren Informationen zu strukturieren. Die Indexierung von SVG-Dateien ist daher ein logischer Schritt.

Wir indexieren SVG-Content sowohl als eigenständige Datei, als auch in direkt in HTML eingebetteter Form. Das Web ist riesengroß. Daher kann es einige Zeit dauern, bis wir einen Großteil der SVG-Dateien crawlen und indexieren. Ab heute kann jedoch auf der einen oder anderen Suchergebnisseite SVG-Content auftauchen. Wenn ihr euch selbst überzeugen möchtet, sucht einfach einmal nach [sitemap site:fastsvg.com] oder [HideShow site:svg-whiz.com].

Falls ihr SVG-Dateien hostet und diese von den Google-Suchergebnissen ausschließen möchtet, könnt ihr die Anweisung "X-Robots-Tag: noindex" in den HTTP-Header einfügen.

In der Webmaster-Zentrale findet ihr eine vollständige Liste aller von uns unterstützten Dateitypen.

Google now indexes SVG (English version)

Post von Bogdan Stanescu und John Sarapata, Software Engineers (Veröffentlichung von Jörg Pacher, Search Quality Team)

Donnerstag, 2. September 2010

Helfen oder behindern Tag-Clouds meine SEO?

Matt Cutts beantwortet heute eine Frage zum Thema Tag-Clouds und gibt Empfehlungen zu ihrer Verwendung.



Wir haben eine Frage von sppro aus New York: "Sind Tag Clouds nützlich oder nachteilig für SEO? Oder haben sie keinen Effekt?"

Zunächst einmal: Was ist eine Tag Cloud? Typischerweise habt ihr ein Blog oder etwas ähnliches, in dessen rechter oder linker Seitenleiste sich ein ganzes Bündel unterschiedlicher Tags befindet, mit denen die verschiedenen Blog-Posts markiert wurden. Die Tags sind etwas größer, wenn sie häufiger verwendet wurden. Ansonsten sind sie etwas kleiner. Was ist also eine Tag Cloud? Eigentlich ist es einfach eine Liste von Links.

Kann man es mit den Tag Clouds übertreiben? Ja. Wenn ihr 500 Tags in eurer Tag Cloud habt, kann das nach überflüssiger Keyword-Verwendung aussehen, besonders da es sich um völlig zufällige Begriffe handelt, die alle durcheinander geworfen wurden. Oder eure Tag Cloud sieht aus wie ein seltsames Wirrwarr, in dem die Tags herumwirbeln. Für die Nutzer kann das unterhaltsam sein, aber ich denke nicht, dass wir diese Links immer extrahieren und einen PageRank durchlaufen lassen können. Ihr müsst euch eine Tag Cloud tatsächlich als Linkliste vorstellen. Und als solche kann sie gut oder schlecht für eure Website sein.

Wenn ihr es übertreibt, vertrauen wir diesen Links möglicherweise nicht. Außerdem kann es das Ranking eurer Seite beeinflussen. Wenn es nur wenige Tags sind, hat dies wahrscheinlich keinen negativen Einfluss auf euer Ranking, aber es handelt sich dennoch um eine Anzahl von Links auf eurer Seite, die vom PageRank durchlaufen werden. Wenn der PageRank eure Website durchlaufen soll, ist es möglicherweise sinnvoller, ihn auf die einzelnen Blog-Posts zu verweisen, statt bestimmte Dinge als SEO oder Google oder ähnliches zu taggen.

Ich verwende in meinem Blog eher Kategorieseiten statt Tag Clouds. Sie waren mal sehr beliebt, aber die Nutzer scheinen sie nicht mehr so stark zu beachten und weniger zu verwenden. Es kann außerdem etwas Arbeit machen sie einzurichten und manchmal sendet ihr eine riesige Menge an Links zu verschiedenen Teilen eurer Website, ohne darüber nachzudenken, welche Seiten tatsächlich vom PageRank erfasst werden sollen. Ich persönlich tendiere dazu, Tag Clouds weniger zu verwenden. Sie haben normalerweise keine Nachteile, außer wenn ihr sie tonnenweise verwendet. Dann können sie eure Arbeit behindern, da es dann nach überflüssiger Keyword-Verwendung aussieht. Ihr könnt sie also gerne verwenden, aber beachtet diese Faktoren, wenn ihr über die Größe eurer Tag Cloud, die Technologien, die Tags und all diese Dinge entscheidet.

Veröffentlicht von Daniela Loesser, Search Quality Team